Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Let’s jog the city…

Autor: Dörte

Kann man in einer Stadt joggen? Natürlich kann man. Und wie! Wir haben unsere Städteblogger einmal an die frische Luft gesetzt, um zu testen, wo es sich in Niedersachsens Städte besonders gut anfühlt, den Kreislauf in Bewegung zu bringen. Wow! Wir sind selbst überrascht, welche sportiven Hot Spots sich da in unseren Gefilden auftun. Aber lest selbst die Erfahrungsberichte zu den beliebtesten Joggingstrecken im Lande… 

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BRAUNSCHWEIG

Von Städtebloggerin Maria

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Joggen ist immer auch ein Kampf mit dem Schweinehund. © Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Lauf, Fabian, lauf!

Mein Kollege Fabian Kappel hat seinen inneren Schweinehund überwunden und einige Strecken in der Löwenstadt auf ihre Lauftauglichkeit getestet. Seine „Hausstrecke“ ist der Bürgerpark, wo er entlang der Oker läuft. Durch die vielen Nebenwege des Bürgerparks lässt sich die Einsteigerstrecke beliebig variieren. Profis verlängern die Runde Richtung Kennel-Bad und laufen weiter bis zum idyllischen Südsee, den man wunderbar – auch mehrmals – umrunden kann. Eine Herausforderung bleibt dennoch: Den Schweinehund an der Okercabana vorbei zu lotsen, ohne dass dieser laut danach schreit, in der Strandbar bei einem kühlen Cocktail die Füße hochzulegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Wer noch weitere Joggingstrecken in Braunschweig sucht, wird hier fündig.

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BREMERHAVEN

Von Städtebloggerin Dörte

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Nicht der Weserdeich aber ebenso spannend: Joggingstrecke an der Geeste. © Foto Dörte Behrmann

Das Ziel: ein maritimes Erlebnis

Spaziere ich mit meinem Hund über den Weserdeich, dann begegnen uns – je früher, je mehr – Jogger, die dort ihre Runden drehen. Verständlich, bei der Aussicht: Wasser, Strand, Schiffe, Möwen. Doch eines ist auch immer: Wind! Wer das nicht mag, so fand ich bei einer anderen Hunderunde heraus, der joggt entlang der Geeste. Mit ihr windet sich eine windgeschützte Joggingstrecke mit Sandschotter durch die City entlang bedeutender Stadtgeschichte: Der Kran steht für die große Werftbauzeit, das weiße Haus ist Teil der Marineoperationsschule und über die Slipanlage im Vordergrund werden noch heute Boote zu Wasser gelassen. Maritim ist immer in Bremerhaven!

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GIFHORN

Von Städteblogger Jörn

Cluster Jogging Gifhorn

Laufpause mit Blick auf die Russisch-Orthodoxe Kirche. © Foto Jörn Pache

Ideal für Locker-Jogger: Rund um den Gifhorner Schlosssee

Beim Joggen bin ich kein verbissener Kilometerfresser, ich habe keinen Trainingsplan und keine App, die meinen Kalorienverbrauch und meine Durchschnittsgeschwindigkeit misst. Mir geht es um Entspannung, um auf-andere-Gedanken-kommen, um den-Kopf-frei-bekommen. Und das funktioniert perfekt beim rund fünf Kilometer langen Lauf um den Gifhorner Schlosssee, vorbei am Mühlensee, am Welfenschloss, an den Mühlen des Mühlen-Freilichtmuseums und den goldenen Kuppeln des Glocken-Palastes und der Russisch-Orthodoxen Kirche. Laufschuhe an, Musik ins Ohr, Loslaufen, sich von der Musik und von der Umgebung tragen lassen: Der Gifhorner Schlosssee ist ein ideales Revier für Locker-Jogger.

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GÖTTINGEN

Von Städteblogger Keno

…und manchmal begegnen einem auf dem Stadtwall auch die Teilnehmer der Göttinger Jogging-Stadtführung. © Foto Göttingen Tourismus e. V.

 

Joggen mit Blick auf die Göttinger Altstadt

Meine morgendliche Laufrunde drehe ich immer auf dem Stadtwall, der bis auf einen kurzen Abschnitt noch fast vollständig erhalten ist. Zentrumsnah und doch mitten im Grünen genieße ich hier schon am frühen Morgen so etwas wie eine kleine Sightseeingtour, denn ich komme am Alten Botanischen Garten, dem Deutschen Theater, dem Cheltenham-Park und dem altehrwürdigen Albani-Friedhof vorbei. Ein kleines Manko hat diese Strecke allerdings, denn ab und an muss ich meinen Lauf abbremsen, um einige kleinere Straßen zu überqueren. Die Ausblicke auf die Altstadt entschädigen mich aber dafür. Bei uns in Göttingen gibt es übrigens die Wall- und die Kiessee-Jogger. Aber von dieser zweiten Strecke berichte ich ein anderes Mal.

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HANNOVER

Von Städtebloggerin Laura

Auf zum Maschsee! © Foto Christian Wyrwa

Hannover – Die Qual der Wahl: grüne Oase oder maritimes Flair?

So, da steht er auf einmal wieder vor der Tür: der Sommer – und mein Bauch und ich sind immer noch im Winter-Schlemmer-Modus. Was bleibt mir anderes übrig als die Laufschuhe hineinzuschlüpfen und los. Nur wohin?! Laufe ich durch einen unserer zahlreichen Parks? Oder lieber doch durch unsere 640 ha große Eilenriede? Vorbei an zahlreichen Bäumen und Sträuchern, vorbei am Erlebnis-Zoo – weg vom Lärm, nur den Vogelgesang im Nacken. Nein, heute soll es maritim sein – Auf zum Maschsee! Mitten in unserer Innenstadt wartet eine entspannte 6,5 Kilometer-Route auf mich. Und ich bin nicht allein, zu mir gesellen sich unzählige Jogger, Skater und Walker, vielleicht auch bald du?

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HILDESHEIM

Von Städtebloggerin Maike

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Unter den Schuhen weich, vor den Augen attraktiv. © Foto Maike Vogelbein

Über Stock und Stein durch Hildesheim

Wenn die Tage länger werden und die Sonne um die Wette strahlt wissen die Hildesheimer ganz genau: die Winterstarre ist vorbei. Reflexartig steigen sie in ihre Laufschuhe und begeben sich ins Grüne. Beliebte Joggingstrecken führen entlang der Flüsse und Seen in Hildesheim und der Region. Klar gibt es auch Feld- und Waldstrecken. Mein Geheimtipp sind die historischen Wallanlagen am Rande der Hildesheimer Innenstadt. Mein Startpunkt befindet sich am Liebesgrund, entlang der Innerste an der Bischofsmühle, auf dem Langelilienwall bis zum Kehrwiederwall. Eine fantastische, landschaftlich reizvolle Laufstrecke (Hinweg ca. 3 Kilometer) mit ein paar Erhebungen und angenehmen Naturboden und beliebig erweiterbar! Überzeugt euch selbst!

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OLDENBURG

Von Städtebloggerin Bettina

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© Foto Oldenburg Tourismus Marketing GmbH

Läufermekka des Nordens

Raus aus’m Bett – rein in die Joggingklamotten: Oldenburg hat sich zum Läufermekka des Nordens entwickelt. Finnbahnen, Trimm-Dich-Pfade, Wallanlagen, Wasserwege, Gärten, Parks oder Stadtwald – von der ausgedehnten Marathonstrecke bis zur lockeren Jogging-Runde, es ist überall in der Stadt ein Terrain zu finden, das es Zuhause nicht gibt. Mit seinen knapp 30 Metern ist der Stadtteilpark Osternburger Utkiek, Oldenburgs höchster Gipfel, eine echte Ausnahmeerscheinung. Neben der großen Anzahl der Möglichkeiten machen vor allem die geschützten und beleuchteten Strecken, die es in jedem Stadtteil gibt, die Exklusivität des Laufens in Oldenburg aus. Bei dieser Auswahl – sowohl für Anfänger als auch für Profis – bleibt nur noch eins: Das passende Schuhwerk.

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OSNABRÜCK

Von Städtebloggerin Brigitte

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Zur Zeit duftig, leicht bergab und gleich neben dem Bürgerpark. Beliebte Laufstrecke im Stadtteil Sonnenhügel, Osnabrück © Neuhaus

Zwischen „Wüste“ und „Piesberg“ – viel Grün zum Auslauf

Osnabrück liegt mitten in einem Naturpark. Es gibt hier „grüne Finger“, man kann in der Wüste loslaufen oder einen Gipfel bezwingen. Der „Piesberger Gipfelsturm“ im Frühjahr ist übrigens das beliebteste Laufevent in Osnabrück: 10 km die es in sich haben, vom schönsten Platz mitten in der Stadt bis zum höchsten Ort über der Stadt. Rund 450 Läufer sind jedes Jahr dabei. Es geht aber auch weniger schweißtreibend. Unter www.laufen-os.de findet jeder Läufer was er braucht – Lauftreffs, Trainingsläufe, Streckentipps und natürlich die nächsten Laufevents in der Nähe. Und für den nächsten Gipfelsturm bleiben noch ein paar Monate Zeit zum Training!

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STADE

Von Gast-Blogger Wolfgang von der Wehl

Natur pur und zugleich Fitness am Wegesrand. © Foto Wolfgang von der Wehl

Ein “Open-Air-Fitnesscenter” mitten in den Wiesen

Wenn die Sonne wärmer und mehr scheint, drängt es mich hinaus und ich muss mich an der frischen Luft bewegen. Am liebsten bin ich innenstadtnah in den Schwingewiesen am Bahndamm unterwegs. Hier gibt es eine herrliche Joggingstrecke und der Clou – seit sechs Jahren gibt es hier eine kleine feine Fitnessmeile am Wegesrand. An fünf Stationen kann der Läufer, Walker, Radler oder Spaziergänger sich betätigen. Der Sponsorenpool STADE 21 hat die Möglichkeit zum Dehnen, Stretchen, Kräftigen damals gestiftet. Mega-idyllisch ist das Drumherum. Morgens habe ich hier sogar – ein Joggingminütchen von Stades City entfernt – Rehe in den Wiesen gesehen. Für mich ein Traum.

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WILHELMSHAVEN

Von Städtebloggerin Barbara

Joggingaction mit Dani am Fliegerdeich © Foto Barbara Groneick

Rund um den Großen Hafen

Eine Arbeitskollegin von mir ist begeisterte Joggerin. Durch ihren ansteckenden Ehrgeiz wurde ich motiviert, sie zu begleiten. Beginnend an der Kaiser-Wilhelm- Brücke ging es für uns erstmal Richtung Südstrand und dann am Fliegerdeich entlang. Wenn die Sonne sich im Wattenmeer spiegelt, hat man hier einen wundervollen Blick auf den Jadebusen. Wir entdeckten einen Surfer, der uns freundlicherweise von den einsetzenden Seitenstichen abgelenkt hat. Nach der Jadeallee liefen wir am Bontekai entlang. Dort genießt man die tolle Sicht auf den Großen Hafen und kann das Treiben der Schiffe beobachten. Nach einer knappen halben Stunde gelangen wir ausgepowert, aber glücklich, wieder zur Kaiser-Wilhelm-Brücke zurück.

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WOLFENBÜTTEL

Von Städteblogger Björn

Der Stadtgraben in den alten Wallanlagen mit dem markanten Wasserturm. © Foto Heinz-Dieter König, WF

Genusslaufen für Körper und Seele

Zugegeben, ich war noch nie ein schneller Läufer. Irgendwie bin ich am Anfang nur gelaufen, um meinem Hobby nachgehen zu können: Essen & Trinken. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass auch Laufen ein Genuss sein kann, wenn die Umgebung stimmt. Darum ist mein Tipp für Euch: rund um die Altstadt und quer durch die alten Wallanlagen. Euch erwarten viel Grün, alte Gebäude, Wasser und tolle Wege. Eine Runde um die Altstadt ist in etwa 5 km lang. Als Start/Ziel bietet sich der Stadtgraben mit dem Bewegungsparcours für ein ergänzendes Training an und als Soundtrack empfehle ich Euch Schiller, z. B. das Album „Sehnsucht“. Die Kombi passt perfekt!

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WOLFSBURG

Von Städtebloggerin Karolin

Der Allersee liegt innenstadtnah. © Foto WMG Wolfsburg

Auf den Spuren der Wölfe

Was ich an Wolfsburg mag: Der nächste See oder Wald ist nie weit entfernt. Seit ich vor ein paar Jahren mit dem Laufen angefangen habe, weiß ich das noch mehr zu schätzen. Wenn ich kurze Strecken laufen möchte, sind der Allersee (eine Runde: 3,5 km) oder der Schillerteich (1,5 km) ideal. Vor allem an sonnigen Tagen sind viele Läufer, Inline-Skater und Spaziergänger unterwegs. Das Hasselbachtal und der Stadtforst sind toll für längere Strecken. Einfach hinter dem VW-Bad in den Wald einbiegen und einen Weg aussuchen. Durch die Vergabelungen der Spazierwege könnt ihr euren Lauf auch einfach verlängern oder verkürzen – oder zwischendurch an einer Bank Rast machen und die Natur genießen.

 

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