Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Adrenalinkick im Hochseilgarten in Hildesheim

Autor: Maike

Jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit passiere ich eines der Gewerbegebiete von Hildesheim und fahre an einer recht unscheinbaren, grauen, gewölbten Halle mit Parkplatz vorbei. Früher konnte man hier mal Tennis und Squash spielen. Der Besitzer hatte aber andere Visionen: ein Treffpunkt für Jung und Alt – drinnen und draußen! Er wollte Widersprüche zusammenführen:

Adrenalinkick und Entschleunigung – Bewegung und Erholung – alles in allem: Ying und Yang.

Die Tennishalle wurde kurzerhand umfunktioniert, umgebaut und erhielt den Namen: Jimmy Erlebnisarena. Ein Fitnessclub erweiterte das Angebot und vervollständigte den Namen der Einrichtung. Fertig war in Hildesheim das „Jim und Jimmy“.

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Heute befinden sich neben dem einzigen Indoor-Hochseilgarten von Niedersachsen unzählige weitere Aktionsflächen auf dem rund 100.000m² großen Areal. Ein Kletterfelsen mit Boulderwand für`s Pre-Alpenklettern, ein Indoor-Sport bzw. Fußballfeld, Trampolins, Fahrgeräte a la Autoscooter und Old-school Krökeltische. Unter freien Himmel befindet sich eine Rodelbahn, eine Eislauffläche im Winter, ein Abenteuerspielplatz und und und… In wenigen Wochen sollen auch noch die Paintballanlage, der Outdoor-Hochseilgarten für Fortgeschrittene und die Bogenschießanlage eröffnet werden.

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Los geht das Abenteuer im Hochseilgarten in Hildesheim

Für einen trüben, durchwachsenen Tag habe ich ein Ass im Ärmel: ein Besuch des Hochseilgartens im Jim und Jimmy in Hildesheim. Ich steige in mein Auto und fahre meine gewohnte Strecke. Beim Jim und Jimmy biege ich auf den Parkplatz ab und parke den Wagen. Ausgestattet mit meiner Sporttasche, in der sich bequeme Sportkleidung und Sportschuhe befinden betrete ich die Halle. Ich habe Glück, dass der Hochseilgarten für heute noch nicht gebucht ist, denn normalerweise sollte man sich vorher einen Platz reservieren. Alles ok – ich schlüpfe in mein Sportoutfit, lege meinen Schmuck ab, binde meine Haare zusammen und treffe am Hochseilgarten die beiden Klettertrainer. Als erstes händigen sie mir eine „Sportgesundheitsbestätigung“ aus. Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich weder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehe und auch sonst keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen habe. Die Voraussetzungen erfülle ich locker … auch dass ich über 1,20 Meter groß bin und weniger als 120 Kilo wiege 😉

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Security First – Sicherheit wird im Hochseilgarten groß geschrieben

Meine Klettertrainerin händigt mir einen Helm und ein Sicherheitsgeschirr aus. Sie erklärt mir, dass das eines der sichersten Systeme sei, die zurzeit auf dem Markt verfügbar sind. Das Thema Sicherheit wird im Jim und Jimmy generell groß geschrieben. Jedes Jahr wird der Hochseilgarten vom TÜV überprüft. Und damit nicht genug – auch die Klettertrainer sind zertifiziert und können in jeder brenzligen Situation sofort einschreiten. Damit es gar nicht erst soweit kommt, bekomme ich vor dem eigentlichen Eintritt in den Hochseilgarten eine Einführung im Mini-Hochseilgarten. Ich bekomme die Funktionsweise der beiden Karabiner erklärt, die am Geschirr baumeln. Mit beiden Haken bin ich permanent am Sicherheitsseil befestigt. Nach jeder Station endet ein Seilabschnitt und ein neuer Abschnitt beginnt. So muss ich jedes Mal beide Karabiner umstecken – bin aber immer mit mindestens einem Haken am Seil gesichert. Es kann absolut nichts passieren, denn durch eine ausgeklügelte Technik lässt sich immer nur ein Karabiner öffnen, während mich der Andere im Seil hält.

Die Routine „1. Karabiner entsichern, öffnen, ins neue Seil hängen, sichern, 2. Karabiner entsichern, öffnen und ins neue Seil hängen“ schleicht sich schnell ein. Eine Sorge weniger, denn in rund sechs Metern Höhe habe ich besseres zu tun, als mir diesen Vorgang zu merken. Ich fokussiere meine Aufmerksamkeit auf mein Gleichgewicht und auf meine Geschicklichkeit.

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Die Gleichung geht im Hochseilgarten auf: 21 x Geschicklichkeit + Konzentration = 100% Spaß

21 Stationen muss ich auf unterschiedliche Weise passieren. Mal balancierend auf einem nackten Stahlseil, tretend in versetzen Seilschlaufen oder kletternd durch ein Spinnennetz – und immer wieder kreist der Gedanke: Ja nicht daneben treten oder fassen…
Irgendwann erreiche ich die letzte Station: der freie Fall – klar bin ich weiterhin gesichert, aber dem Körper zu sagen „spring einfach ins Nichts“ bedeutet Überwindung. Mit ausgestreckten Armen und einem großen Schritt ins Freie meistere ich auch die letzte Hürde und lande wohlbehalten mit beiden Füßen auf dem Hallenboden.

Mein Fazit

Alleine konnte ich mich voll und ganz auf die Hindernisse im Indoor-Hochseilgarten konzentrieren und „durchmarschieren“. Zu zweit oder mit mehreren Personen kommt der Geselligkeitsfaktor noch hinzu. In der Regel benötigen Gruppen bis zu 1,5 Stunden für alle Stationen. Wer fertig ist kann die weiteren Geräte in der Erlebnisarena nutzen. Ein Restaurant ist integriert.

Regelmäßig wird das Jimmy für (Kinder-)Geburtstage und Tagungen oder Firmenevents gebucht. In festlichen Außenzelten oder im Gastronomiebereich werden auch Bälle und Hochzeiten gefeiert. Die Erlebnisarena kann inkl. Personal bzw. Kinderbetreuung dazu gebucht werden.

Eine Feier habe ich im Jimmy bisher miterlebt. Die Gäste saßen an festlich gedeckten Tischen, es gab eine Tanzfläche und eine Bühne und der Sportbereich war optisch abgetrennt. Zu späterer Stunde wurde er geöffnet. Die Feier war einmalig – sowas hatte ich noch nie erlebt.

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