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Das John-Lennon-Denkmal in Verden

Autor: Angelika

 

Beim Schlendern entlang des Allerufers stoße ich an der Ecke Mühlentor auf ein John-Lennon-Denkmal. Sicherlich fragt ihr euch, genauso wie ich, wieso und warum genau hier ein  Denkmal für John Lennon steht.

Ich habe ein bisschen gestöbert und mich umgehört und werde die Geschichte dahinter erzählen. Das erste, was ich erfahren habe, dass es wohl das erste und einzige Denkmal für John Lennon in Deutschland ist.

Die Geschichte beginnt vor 50 Jahren

Das Denkmal gibt es erst seit 2008 , aber wie so oft bei Denkmälern  beginnt die Geschichte viel früher, nämlich vor 50 Jahren, um genau zu sein im September 1966. Denn genau hier war John Lennon, um Altstadtszenen für den Antikriegs-Film „How I won the war“unter der Regie von Richard Lester zu drehen. Die Dreharbeiten waren damals eigentlich streng geheim, aber ein 14 jähriger Verdener schaffte es mit Ausdauer, Schuleschwänzen und einem Geheimtipp doch ein Autogramm von John Lennon zu ergattern.

Der Zeitzeuge Harry Schwerdtner mit seinem Originalautogramm. © Fotoarchiv der Stadt Verden (Aller), Katrin Döring

Der Zeitzeuge Harry Schwerdtner mit seinem Originalautogramm. © Fotoarchiv der Stadt Verden (Aller), Katrin Döring

Eine Sonderausstellung beendete den „Dornröschenschlaf“

Wobei die Idee für dieses Denkmal zwei Jahre früher geboren wurde, als im Deutschen Pferdemuseum eine große Sonderausstellung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Dreharbeiten unter dem Titel „John Lennon- Ein Beatle in Verden“ statt fand. Bis zu diesem Zeitpunkt  lagen Verden und seine Beatles-Fans quasi im „Dornröschenschlaf“. Hier fanden sich dann  Begeisterte zusammen, die es schade fanden, wenn Verden nach dieser Ausstellung  John Lennon wieder vergisst. Die Idee eines Denkmals am Originalschauplatz war geboren.

Fotoarchiv der Stadt Verden (Aller), Frank Pusch

Mit wenigen Strichen gelang es Uwe Blaschke alle wesentlichen Elemente zu integrieren: Die typische Nickelbrille, Helm, Friedenstaube und Filmspule. © Fotoarchiv der Stadt Verden (Aller), Frank Pusch

Heute rund um John Lennon  – Zeitzeugen und Originalschauplätze

Die im Film zusehende Häuserzeile ist auch heute noch gut zu erkennen. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich euch hier leider nicht daneben die Einstellung aus dem Film „How I won the war“ zeigen. Also schaut euch den Film an und findet die Verdener Szenen.

Die im Film zusehende Verdener Häuserzeile sieht heute noch genauso aus. Fotoarchiv der Stadt Verden, Angelika Revermann

Die im Film zusehende Verdener Häuserzeile sieht heute noch genauso aus. © Fotoarchiv der Stadt Verden, Angelika Revermann

Seit dem passiert in Verden viel rund um John Lennon und die Beatles, besonders in diesem Jubiläumsjahr.

Das Verdener Kino platzte fast aus allen Nähten, als das KoKi den Film „Wie ich den Krieg gewann“ zeigte.

Eine musikalische Führung, begleitet von Zeitzeugen des damaligen Filmdrehs, führte zu den Originalschauplätzen und war untermalt von Live-Musik.

Die Verdener Marionetten-Künstlerin Rotraut Scholz erschuf einen John Lennon an Fäden. © Fotoarchiv der Stadt Verden (Aller); KAtrin Döring

Die Musikalische Einstimmung während der Führung – mit John-Lennon-Marionette. © Fotoarchiv der Stadt Verden (Aller), Katrin Döring

Die Verdener Künstlerin Rotraut Scholz schuf neben vielen Verden-typischen Marionetten selbstverständlich auch einen John Lennon an dünnen Fäden.

Ein engagierter Stammtisch organisiert immer wieder Veranstaltungen rund um die Beatles und John Lennon.

Eine Kabinettausstellung im Deutschen Pferdemuseum rundete die Veranstaltungen rund um das 50jährige Jubiläum ab.

Die Recherche rund um dieses Denkmal hat mir viel Freude bereitet, weil ich gespürt habe, mit wie viel Herzblut und Engagement alle Beteiligten bei der Sache sind. Ich bin zwar immer noch kein eingeschworener Beatles- und John Lennon-Fan geworden, betrachte deren künstlerisches Schaffen aber mittlerweile mit anderen Augen und werde sicherlich eine der zukünftigen Veranstaltungen rund um „Ein Beatle in Verden“ besuchen.

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