Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Auf die Segways, fertig, los!

Autor: Sarah

Als ich die Einladung für die Präsentation einer geführten Segwaytour durch unser schönes Celle bekommen habe, war ich doch erst etwas geschockt. Ich sollte mit diesem, mir wirklich nicht sehr vertrautem „Gefährt“ durch die Celler City düsen?! Ist das nicht gefährlich oder kann man sich da nicht vielleicht sogar verletzen?! Ich sage es mal so: ich hatte keine Angst, aber sehr großen Respekt!

Wer oder was ist eigentlich dieses ominöse Segway?
Für alle die jetzt keine Ahnung haben, was ein Segway überhaupt ist – keine Sorge, so richtig sicher war ich mir da auch nicht – hier einmal eine kurze Erläuterung eines sehr bekannten Onlinelexikon: „Der Segway Personal Transporter (Segway PT, früher HT für Human Transporter) ist ein elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel mit nur zwei auf derselben Achse liegenden Rädern, zwischen denen die beförderte Person steht und das sich durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in Balance hält.“ (Quelle: Wikipedia) Ahaaa, so ist das also. Na dann mal los!

Die Bedienung des Segways ist einfach zu handhaben

Die Bedienung des Segways ist einfach zu handhaben. Foto Sarah Gebauer

Theorie trifft Praxis – Der Segwayführerschein
Ok, das hätten wir also geklärt! Kommen wir zum Tag der Tour und unserem Startpunkt auf der Celler Stechbahn. Mit einem etwas mulmigen Gefühl in der Magengegend, aber doch voller Euphorie, traf ich auf unsere Gästeführer, unseren Celler Oberbürgermeister und die beiden Segwayguides inkl. der versammelten Celler Presse.

Nach einer kurzen, aber doch sehr intensiven Erklärung des Segways, bei der ich als Versuchskaninchen herhalten durfte – ähm, danke nochmal für den kurzen Schreckmoment – durften alle Teilnehmer im langsamen Schildkrötenmodus und aufgesetztem Leihhelm, den „Segwayführerschein“ ablegen. Dieser beinhaltet das richtige Lenken und Fahren, sowie das sichere Auf- und Absteigen. Hierbei ist zu sagen, dass man sich keine Gedanken über die Balancefähigkeiten des menschlichen Gehirns machen muss, vielmehr muss man die beim Segwayfahren fast komplett ausschalten. Trotzdem bitte die Verkehrszeichen beachten und nicht zu viel rumhampeln, ach ein Lichtbild braucht man übrigens nicht. Welch‘ Glück!

Bevor es auf die Segways geht, erfolgt eine professionelle Einweisung.

Bevor es auf die Segways geht, erfolgt eine professionelle Einweisung. Foto Sarah Gebauer

Führerschein bestanden – los geht’s!
So, Schildkrötenmodus ausgeschaltet und dann ging es auch schon los. Der Segway hat übrigens eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h, die man aber nicht unbedingt fahren muss. In der City geht das sowieso kaum, da man sich auf die anderen Teilnehmer einlässt und daher automatisch langsamer fährt. Unsere kleine Probetour führte uns als erstes zum ehemaligen Sitz der Welfen, dem Celler Schloss. Ein kurzer Einblick in die Geschichte, damals und heute und weiter geht die Entdeckungstour einmal rund um das Schloss und seine traumhafte Parkanlage. Raus aus dem Park und schnell über die Ampel, natürlich nur bei Grün, brausen wir an der Celler Congress Union vorbei und biegen in den Bullenberg ein.

Segwaytour - Eröffnung 2015

Die Stadtführerinnen sind abfahrbereit. Los geht es. Foto Sarah Gebauer

Celler Geschichte – Der Französische Garten
Kurz darauf befahren wir wieder ein ganz besonderes Stück Celler Geschichte, den Französischen Garten. Im 17. Jahrhundert beauftragte die Gattin des damaligen Herzogs Georg Wilhelm, Eleonore d’Olbreuse, dieses historische Gartendenkmal zu erschaffen. Selbst an diesem etwas kühlen, nebligen Märzvormittag, entfaltete sich vor mir der besondere Charme dieser wunderbaren Parkanlage.
Am Ende der Lindenallee, kurz bevor man den Garten schon fast verlässt, hielten wir noch an einer weiteren Sehenswürdigkeit: dem LAVES-Institut für Bienenkunde. Meine Empfehlung, hier unbedingt bei einer Führung mitzumachen, um mehr über das Imkereiwesen zu erfahren.

Unterwegs mit den Segways im Französischen Garten von Celle

Unterwegs mit den Segways im Französischen Garten von Celle. Foto Sarah Gebauer

Es war sehr kurz, aber so schön!
Nach weiteren, interessanten Informationen rund um die Celler Geschichte, fuhren wir zum letzten Punkt unserer kleinen Tour, dem Neuen Rathaus. Der neugotische Backsteinbau ist mit seinen 181 Metern Länge und einer Firsthöhe von 25 Metern nicht zu übersehen. Tja und hier endete unsere kleine, aber feine Segwaytour. Die eigentliche geführte Tour dauert übrigens knappe 3 Stunden. Es wird auf der Strecke, neben geschichtlichen Einblicken in die Stadthistorie, auch viel vom schönen Celler Umland durch die Stadtführer gezeigt.

Fazit gefällig?!
Also, eines war am Ende der Tour allen klar: „Wir wollen wieder fahren und werden die Segwaytour natürlich weiterempfehlen.“ Es ist klasse, wie schnell man sich auf das neue, etwas andere Fahrgefühl einlassen kann und den Segway am Ende gar nicht mehr hergeben will. So ging es mir und auch unserem Oberbürgermeister – Total super finde ich, dass man die Technik des Segwayfahrens so einfach begreift. Da wird man auch schon mal übermütig und fährt verbotener Weise rückwärts oder verlässt die Gruppe, um ein paar lustige Bilder zu schießen – sorry Alex, aber das muss bei einem Blogger so sein! Meine nächste Tour ist schon gebucht! An einem sonnigen Frühlingswochenende, dann wenn die Natur sich von ihrer schönsten Seite zeigt, heißt es für mich wieder: Auf die Segways, fertig, los – die etwas andere Celler Stadtrundfahrt! Na, sehen wir uns?!

Alle Informationen zur Celler Segwaytour erhaltet ihr auf http://bit.ly/1CXVnrU

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