Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Hanno(ver)nascht – eine kulinarische Entdeckungsreise

Autor: Jan

Heute nehme ich euch mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch Hannovers Innen- und Altstadt! Hanno(ver)nascht lautet der Rundgang – und der Name ist Programm! Man sollte auf jeden Fall Hunger mitbringen, denn an verschiedenen Stationen gibt es jede Menge zu probieren. So viel sei schon verraten: Es ist auch etwas Flüssiges dabei – eine typische hannoversche Spezialität, aber dazu später mehr!

Start war in der Tourist Information Hannover gegenüber des Hauptbahnhofs: Der äußerst kundige Stadtführer versammelte die Gruppe um sich und schon ging‘s los: Zunächst durch die Luisenstraße – Hannovers Prachtmeile – Richtung Kröpcke, Hannovers zentralem Platz in der Innenstadt. Hier erfuhren wir direkt einiges über unsere erste Station: Das Café Kröpcke – benannt nach dem ehemaligen Pächter des traditionsreichsten Cafés am Platze Wilhelm Kröpcke.

Also nichts wie rein und die erste Delikatesse probiert: Panacotta mit Pflaumenjus. Im Café herrschte reges Treiben, da man dort nicht nur vor Ort die Leckereien genießen, sondern auch am Verkaufstresen Brot und weitere Backwaren kaufen kann. Nebenbei ließ der Stadtführer noch zwei Bücher rumgehen und erläuterte Wissenswertes zur Geschichte des Kröpckes. Ein guter Start!

Weiter ging‘s in Richtung Opernplatz. Gegenüber des prachtvollen Opernhauses erfuhren wir Interessantes über die Geschichte des Hauses – und über unsere nächste Station: Das GOP Varieté-Theater, in dem schon Marlene Dietrich und Heinz Erhardt auf der Bühne standen.

Genauer gesagt ging es in das Restaurant Gondel im Untergeschoss des Georgspalastes. Dort versammelte sich die Gruppe an der Bar, auf der schon der nächste Snack wartete: Was dies war, verrate ich nicht – es soll ja noch ein paar Überraschungen für diejenigen geben, die die Tour machen wollen. Während wir die Leckerbissen verputzten, lauschten wir dem Barmann, der uns einige Anekdoten über die wechselvolle Geschichte des Hauses erzählte.

Weiter ging es ein Stück durch die Innenstadt bis zur Markthalle – dem Bauch von Hannover. Hier trifft man sich zum Cappuccino beim Italiener oder zum Mittagessen beim Türken. Frisch gepresste Säfte geben müden Stadtbummlern einen ordentlichen Vitamin-Kick. Knackiges Obst und Gemüse, saftiges Frischfleisch, fangfrischer Fisch und exotische Angebote versetzen selbst eingefleischte Kochmuffel in einen Kaufrausch.

Bevor es reinging, machten wir noch halt an der Marktfrau: Die brusthohe Bronze-Skulptur vor dem Nordeingang der Markthalle erinnert an Karoline Duhnsen (1906-2001). Die emsige Marktfrau aus der kleinen Schaumburger Gemeinde Lindhorst kam täglich vom Land in die Stadt und verkaufte am Stand von Schlachter Hardekopf über 50 Jahre lang Fleisch- und Wurstwaren.

So nun aber rein, der Magen meldete sich schon wieder: Wir machten Halt „Bei Helli“ – einem Traditionsstand, den es schon seit 40 Jahren in der Markthalle gibt. Dort konnten wir wählen zwischen einem Brötchen mit Tomate und Mozzarella oder einem mit Serranoschinken. Saulecker!

Frisch gestärkt verließen wir die Markthalle wieder und flanierten Richtung Neues Rathaus. Gegenüber dem Prachtbau machten wir kurz Halt, bevor es weiter ging zu Meiers Lebenslust. Dort nahmen wir an einer langen Tafel Platz und warteten auf das nächste Essen: Currywurst – oder wie es in Hannover auch heißt: Kanzplerplatte – für uns schon in mundgerechte Stücke geschnitten. Für die Vegetarier gab es eine gute Alternative. Da so eine Tour auch durstig macht, bestellten wir uns ein erfrischendes Kaltgetränk dazu,  eines der im Haus gebrauten Biere.

Mit vollem Magen spazierten wir vorbei an der Aegidienkirche in die Altstadt. Wir machten Zwischenstopp im Schatten der Marktkirche. Dort erfuhren wir, warum dieser spezielle Platz früher für die Zimmermänner auf Wanderschaft wichtig war – mehr sei nicht verraten. Nächste Station war dann das Café Kränzchen am Rande der Altstadt – direkt neben der Kreuzkirche. Dort gab es etwas Süßes auf die Faust.

Nicht weit entfernt lag dann die letzte Station unsere kulinarische Rundreise: Das Brauhaus Ernst-August. Dort gab es zum Abschluss etwas Deftiges – und dazu die schon eingangs erwähnte hannoversche Spezialität Lüttje Lage. Für diese braucht es eine ruhige Hand und etwas Geschick, denn das Getränk wird gleichzeitig aus zwei speziellen Gläsern getrunken. Das kleine und niedrige Glas (Stamper) enthält 5 cl Broyhan-Bier (benannt nach dem Hannoveraner Cord Broyhan, der 1526 diesen hellen, obergärigen und leicht süßlich schmeckenden Gerstensaft erfand), das andere ist ein mit 1 cl Korn gefülltes Schnapsglas (Uhle). Beide Gläser werden in einer Hand gehalten (das Schnapsglas über dem Bierglas) und der Korn zusammen mit dem Bier in einem Zug getrunken, ohne dabei auch nur einen einzigen Tropfen zu vergießen.

Mein Fazit: Eine echt spannende Tour! Man entdeckt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hannovers, lernt ganz nebenbei noch viele spannende Fakten über die Stadtgeschichte kennen und zwischendurch gibt es viele leckere Speisen – der perfekte Mix für Schlemmermäuler und Stadt-Entdecker!

Weitere Informationen zur Tour gibt es unter www.hannover.de/nascht.

Infos zu den Sehenswürdigkeiten und noch mehr Entdecker-Tipps gibt es unter www.hannover.de/sightseeing.

Wer mit einer größeren Gruppe unterwegs findet diese und weitere Touren unter www.hannover.de/gruppenangebote.

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