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Theaterhafen mit Uferpalast: Ein Paralleluniversum am Oldenburger Hafen

Autor: Bettina

Nur wenige Minuten dauert es, dann ist der Oldenburger Hafen, gelegen am Fluss Hunte, erreicht. Und es dauert noch mal nur ein paar Minuten mit dem Fahrrad, dann bin ich am Theaterhafen Oldenburg und schaue auf die gegenüberliegende Hafenpromenade. Ein Wunderwerk auf Zeit, ein kulturelles Spektrum und das erste Theater mit eigenem Strand. Ja, ich stehe auf dem Gelände des sogenannten Theaterhafen. Ein Sandstrand mit Beachclub, Sitzmöbel aus Paletten, Roncalli-Zelt (Uferpalast) für Aufführungen, Jahrmarkt, Open-Air-Kino, Konzertbühne: Im Theaterhafen an der Rheinstraße schlägt seit Pfingsten das kulturelle Herz der Stadt.
Aber von Anfang an: bei einem ersten Besichtigungsbesuch Anfang Mai bin ich perplex, denn dort, wo bis 2016 das Unternehmen Rhein-Umschlag seine Schotter- und Kiesberge lagerte, hat das Oldenburgische Staatstheater vorübergehend bis zum 1. Juli 2018 sein Lager aufgeschlagen. Brandschutzmaßnahmen im 125 Jahre alten Theatergebäude sind der Grund für den Umzug.

Der Eingang zum Theaterhafen Anfang Mai.

Auch wenn bei meinem ersten Besuch der Aufbau damals noch in vollem Gange war, hatte ich sofort eines vor Augen: Uferpalast und Theaterhafen sind bis zu den Sommerferien vor allem eines – ein lohnendes Ausflugsziel, das man auch unabhängig von Vorstellungsterminen ansteuern kann, um ein Feierabendbier zu trinken und einfach die Seele am Wasser baumeln zu lassen. Der Ort des Geschehens liegt zwar ein bisschen ab vom Schuss, aber es lohnt sich. Man fühlt sich plötzlich wie in einer anderen Welt und das kulturelle Angebot draußen ist kostenfrei.

Am Eröffnungstag.

Einfach mal die Seele baumeln lassen. Meine Kollegin genießt den Theaterhafen.

Immer freitags gegen 22:00 Uhr gibt es unter anderem Open Air Kino. Der Eintritt ist frei. Mit dabei sind Kurzfilme, Schwarz-weiß-Klassiker, der FreakFilmFriday und ein Musical.

Die Kinoleinwand.

Ein besonderes Highlight zu den der Abendvorstellungen an den Wochenenden ist die Anfahrt per Boot über den Hafen vom Anleger am Stau. Hierfür stehen die original Helgoländer Börteboote „Marianne“ und „Alte Liebe“ zur Verfügung. Auch bekannte Figuren des Klassikers „Alice im Wunderland“ laden in den Uferpalast ein: Dabei sind die Herzkönigin, der nervöse Märzhase und der verrückte Hutmacher, Dideldum und Dideldei, Humpty Dumpty und die mysteriöse Grinsekatze. Die Manege des Roncalli-Zeltes kommt da wie gerufen. Die Theaterfassung basiert auf dem Roman von Lewis Caroll, aber immer wieder wird die Originalgeschichte verlassen – das nennt man wohl künstlerische Freiheit. Die Produktion „Alice im Wunderland: L-S-Dreamland“ ist eine Mixtur aus Volksfest und Theater – eigens konzipiert für den Uferpalast am Theaterhafen. Sicherlich kein Kinderstück, aber auf jeden Fall ein Stück, an dem auch Kinder ihren Spaß haben werden.

Katharina Shakina, Rajko Geith (Fotograf: Stephan Walzl).

Das Programm im Internet: staatstheater.de/theaterhafen

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