Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Indian Summer in den Städten

Autor: About Cities

Indian Summer- was bedeutet das eigentlich? Bekannt ist diese Terminologie vor allem aus dem Süden Kanadas. Ein Wetterphänomen, zwischen Sommer und Winter, ähnlich unserem Altweibersommer.
In unseren Gefilden verstehen wir darunter vor allem das bunte Farbenspiel unserer heimischen Laubbäume. Wenn die Nächte im Herbst kälter werden, beginnen unsere Bäume sich auf den nahenden Winter vorzubereiten. Die Blätter färben sich in bunte Schattierungen aus Orange, Rot, Gelb und schließlich braun, bevor sie herunterfallen. Das tun sie, damit sie im Winter durch das Ausdunsten des Wassers über die Blätter nicht verdorren. Sie bieten so ein wunderschönes Farbspektakel, der Wald und unsere Laubbäume erstrahlen in bunter herbstlicher Pracht. Einen jeden Herbstbeginn wieder, locken unsere Wälder zu Spaziergängen bei denen du Zeuge dieses Naturschauspiels werden kannst.

Indianer in Hildesheim

Nachdem die Temperaturen in den letzten Tagen spürbar gepurzelt sind und sich die Sonne immer mehr zurück zieht, verfärben sich die grünen Wälder um Hildesheim Stück für Stück in ein traumhaftes Meer aus gelben, orangenen und roten Blättern. Auf meiner Bucketliste habe ich einen Punkt, den ich mir für einen wunderschönen Tag im goldenen Oktober aufgehoben habe: Am Galgenberg mitten in einem Waldzipfel am Rande der Stadt befindet sich der Bismarckturm – ein Aussichtpunkt mit einem tollen Blick über Hildesheim bis in das Umland. Den Schlüssel für das Eingangstor muss man sich vorher gegen Pfand beim Turmbeauftragten ausleihen und genau das werde ich bis Ende Oktober machen und den Turm auf ganz eigene Faust besuchen.

Bismarckturm am Galgenberg in Hildesheim


Herbstzeit ist Waldzeit – auch im Verdener Stadtwald

Wenn man Ruhe und Entspannung braucht, gibt es nichts Schöneres, als einen ausgedehnten Spaziergang im Wald zu machen. Die Verdener Tourist-Information gibt euch die Möglichkeit, den Stadtwald im Herbst von seiner bunten Seite kennenzulernen. Auf diesem geführten Spaziergang erfahren Interessierte von Stadtführerin Mira Hoffmann so einiges über die Laubfärbung, Blattabfall, Pilze und Moose. Die  Verdener Dünen, die aufgrund der Vegetation und der Tierwelt ein schutzwürdiges Gebiet darstellen, werden dabei natürlich nicht fehlen. Und auch ein Abstecher zum Halsetal, einem ehemaligen Kurort mit dem Verdener Brunnen, der einmal als Quelle heilkräftigen Wassers galt, ist eingeplant. Termin dieser Tour ist Sonntag, der 14. Oktober 2018 ab 15 Uhr. Natürlich kann sie aber auch zum Wunschtermin gebucht werden.

Herbstzeit im Verdener Stadtwald © Frank Pusch/ Bildarchiv der Stadt Verden


Indian Summer hautnah – im Wilhelmshavener Stadtpark

Wenn sich die Blätter in ein intensives Rot, leuchtendes Gelb oder tiefes Braun verfärben und sich der Wald in seinen verschiedenen Facetten farbenprächtig präsentiert, dann ist er da – der „Indian Summer“. Hier besser bekannt als „Goldener Oktober“ rundet er den Sommer ab und läutet den bevorstehenden Herbst ein. Wo ihr den „Indian Summer“ bei uns hautnah erleben könnt? Im Stadtpark natürlich! Bei einem ausgiebigen Spaziergang kann hier das Farbenspiel der Bäume aus nächster Nähe betrachtet werden. Besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang lassen sich die vielfältigen Farbtöne der Bäume erkennen. Also los, ein Spaziergang im Park hat noch niemandem geschadet!

Blick auf den Teich im Rüstringer Stadtpark in Wilhelmshaven Foto: Barbara

Blick auf den Teich im Rüstringer Stadtpark in Wilhelmshaven © Barbara


Farbenfrohe Herbstküche in Bremerhaven

Bunt ist das neue grün! Jetzt im Herbst wechseln die Farben in leuchtendes Gelb, Orange bis hin zu Tiefrot. Unsere Bauernmärkte und das Erntedankfest am Fischereihafen bieten Obst und Gemüse in allen Farben und Hülle und Fülle. Hier lässt sich gut stöbern, frische, saisonale Vielfalt genießen und den einen oder anderen Rezepttipp erhaschen. Beim herbstlich-bunten Erntefest am 14.10. gibt es leckere Produkte direkt vom Erzeuger und beim Kohl- und Fair Trade Markt am 4.11. dreht sich alles um den Grünkohl. Das typisch norddeutsche Gericht wird vor Ort frisch von der Marktküche zubereitet. Genuss für alle Sinne!

Kürbisse, Nüsse, Blätter

Farbenfroher Herbst – zum Bestaunen, sich Erfreuen aber auch zum Kaufen bei den Bauernmärkten im Schaufenster Fischereihafen (c) Schaufenster Fischereihafen


Göttingen: Über die Schillerwiese zum Wildgehege

Das Schöne an Göttingen ist, dass ich immer schnell im Grünen sein kann, wenn ich raus in die Natur will. Ich wohne direkt in der Göttinger Innenstadt, benötige zu Fuß aber nur knapp 15 Minuten und schon stehe ich auf der Schillerwiese, die direkt in den Göttinger Wald führt. Im Herbst erstrahlen die Bäume rund um den Jerome-Pavillon (in dem übrigens auch geheiratet werden kann) in den schönsten Herbstfarben und laden mich ein den Wegen tief in den Göttinger Wald zu folgen. Besonders beliebt sind hier vor allem die Wege hinauf zum Wildgehege. Danach muss ich dann die Entscheidung fällen, ob ich über den Bismarckturm mit seiner tollen Aussicht auf Stadt und Leinetal zurück will oder den Abstieg in den Göttinger Ortsteil Herberhausen und die Einkehr ins Landgasthaus Lockemann favorisiere. Leckere Kuchen und ein heißer Tee sind hier an den Wochenenden garantiert. Der Stadtbus der Linie 92 bringt mich dann ganz bequem von Herberhausen mit dem Stadtbus der Linie 92 in die Innenstadt.

Bäume auf der Göttinger Schillerwiese erstrahlen in herbstlichen Fraben

Der Jerome-Pavillon in der Göttinger Schillerwiese (c) Angelika Daamen


Hann. Münden: Blümer Berg – die grüne Lunge der Stadt

Wer zum Entspannen in Hann. Münden ein kleines „Waldbad“ nehmen möchte, muss von der Altstadt aus nur über die historische Werrabrücke gehen. Schon befindet man sich im Stadtteil „Blume“ mit dem Blümer Berg. Von hier aus kann die Weserliedanlage erwandert werden – ein Aussichtspunkt zu Ehren Franz von Dingelstedts, dem Dichter des Weserliedes. Hier bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Hann. Mündener Altstadt und den Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser. Weitere interessante Punkte am Blümer Berg sind der Düstere Kellerbunnen oder die Naturerlebnisstation Klusteich. Für eine Rast bietet sich das idyllische gelegene Jagdhaus Heede  mit seiner kreativen Speisekarte an.

 

Blick auf die Werrabrücke und den Blümer Berg (c) Hann. Münden Marketing GmbH, Foto: Burkhardt


Herbstspaziergang im Gifhorner Schlosspark

Vom meinem Büro im Gifhorner Zentrum sind es ungefähr vier Minuten bis zum Welfenschloss. Von dort führt ein geschotteter Weg direkt in die herbstliche Natur. Ein ideales Revier also für die Mittagspause, um den Kopf freizubekommen. Der Weg führt am Schloss und den Schlosswiesen vorbei zum Schlosssee und weiter zum Mühlensee. Entlang der Ise hat man einen tollen Blick auf die Mühlen des Internationalen Mühlenmuseums und die Russisch-Orthodoxe Holzkirche. Wer möchte kann über eine Bogenbrücke die Ise überqueren und weiter zum Glocken-Palast gehen.

Russisch-Orthodoxe Holzkirche Gifhorn

Herbstspaziergang an der Ise mit Blick auf die Russisch-Orthodoxe Kirche. Foto: Jörn Pache


Herbstromantik in der Löwenstadt

Feuriges Rot, goldiges Gelb und erdiges Braun – der Herbst taucht die Löwenstadt momentan in seine schönsten Farben. An einem sonnigen Nachmittag spaziere ich deshalb am liebsten durch den Prinzenpark, der nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt ist. Hier kann ich die Bäume, Wiesen und Sträucher in all ihrer Farbenpracht bewundern, durch raschelnde Laubberge pflügen und wenn ich Glück habe, treffe ich sogar ein kleines Eichhörnchen auf seiner Suche nach Nüssen. Ich verrate euch auch noch einen weiteren meiner Lieblingsorte für einen Herbstausflug: das Naturschutzgebiet Riddagshausen. Bei einer Runde um die drei Teiche genieße ich hier vor allem die Abgeschiedenheit und Ruhe inmitten der weitläufigen Wälder, beobachte die niedlichen Rehe im Wildgehege und kehre danach für ein duftendes Kännchen Tee in das gemütliche Café Teetied ein, in dem es auch köstlichen Kuchen gibt.

Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Gerald Grote


Goldener Herbst in Hannover

Der Herbst ist da – was gibt es schöneres als bei Sonnenschein durch Hannover zu flanieren und den Indian Summer zu genießen? In der ganzen Stadt gibt es zahlreiche Möglichkeiten dazu! Ab Anfang Oktober färben sich die Blätter im Stadtwald langsam Eilenriede gelb, rund um den Maschsee genießen die Jogger, Spaziergänger und Radfahrer die Farbenpracht. Ganz besonders lohnt sich ein Besuch in den Herrenhäuser Gärten: Der Georgengarten mit der Herrenhäuser Allee und dem Leibniztempel strahlt golden, der Große Garten lockt mit herbstlicher Blumenpracht, die noch üppige Blütenfülle und süßen Düfte machen zudem den Berggartenspaziergang zum Genuss. Wer den goldenen Herbst von oben betrachten möchte, kann am besten mit dem Bogenaufzug die Kuppel im Neuen Rathaus erklimmen von der Aussichtsplattform den Blick über das herbstliche Hannover genießen.

Der Große Garten in den Herrenhäuser Gärten lädt zum Herbstspaziergang ein.


Oldenburg – Indian Summer Tour

Oldenburg hat soviel Gärten und Grünflächen in der Stadt, dass selbst Großstadtfans zu echten Romantikern werden können. Besonders jetzt im milden, bunten Herbst. In Oldenburg sollte man vor allem eines mitbringen: Die Lust am Fahrradfahren! Denn wer die grünen Oasen bestaunen will, kommt an viele Plätze, durch viele Straßen und Stadtteile, die alle einen Stopp wert sind. Rot, gelb, orange, braun und ocker – das sind die vorherrschenden Farben des Indian Summer, die Ausflüge durch die Natur zu etwas Außergewöhnlichem machen. Die Laubverfärbung, die durch eine Ausbleichung des Blattfarbstoffes Chlorophylls und zutage tretende chemische Stoffe entsteht, wird besonders auf der Radroute „Grünes Oldenburg“ sichtbar. Also rauf auf den Sattel und auf 19 Kilometern ab durch das farbenprächtige Oldenburg.

Im Herbst erstrahlt der Oldenburger Schlossgarten in einem gold-gelben Gewand

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