Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Grüne Oasen in Bremerhaven

Autor: Dörte

Wasser, Weite und der alles überspannende Himmel prägen Bremerhaven – doch die Stadt hat auch etliche grüne Stadtidyllen. Die sind Tummelplatz für Spaziergänger, Jogger, Familien, Erholungssuchende und viele mehr. Ich zeige euch in diesem Beitrag die schönsten Stellen.

Blau ist das Wasser – grün ist der Deich

Ein „Muss“ für jeden Bremerhavener und die Gäste unserer Seestadt ist der Blick und ein Spaziergang über den Deich. Hier ist immer etwas los! Im Sommer faulenze ich im grünen Gras oder chille dort mit Freunden. Erstmals gab es dieses Jahr auch Yogastunden am Deich. Ein ganz neues Gefühl! Wenn es im Herbst stürmisch wird, gibt es fast nichts Schöneres, als mich kräftig durchpusten zu lassen und dem aufgepeitschten Wasser zuzusehen. Im Winter, wenn der Raureif im Gras hängt und der Atem in der kalten Luft Wölkchen bildet, genieße ich nach einem Spaziergang gern einen wärmenden Kakao in einem der Restaurants am Deich.

Grüner Deich, blaues Wasser, Atlantic Hotel

ATLANTIC Hotel Sail City am grünen Deich in Bremerhaven (c) Helmut Gross

Gleich hinter dem Bahnhof wird’s grün

Unser Bürgerpark sollte ursprünglich gar kein Park, sondern lediglich ein Wald werden. Bremerhavener Bürgern und ihrer Spendenbereitschaft haben wir es zu verdanken, dass 1908 der Bürgerpark eröffnet werden kann. Heute freue ich mich immer wieder über diese grüne Oase. Zahlreiche Joggingrunden habe ich schon auf der Finnenbahn gedreht. Das ist auch in der dunklen Jahreszeit möglich, denn sie ist rundherum beleuchtet. Wer mag, kann sich auch auf dem Fitness-Parcour austoben oder mit dem Tretboot über den Teich schippern. Ein Waldlehrpfad lädt zum Erkunden der verschiedenen Bäume und Sträucher ein. Immer wieder gibt es Statuen zu entdecken, die auf den Rasenflächen verstreut sind. Der Blumengarten gegenüber dem Ziegen- und Schafgehege leuchtet in der Saison wochenlang bunt. Meine besondere Bewunderung gilt übrigens den Disc Golfern, wenn ich ihnen beim Zielwerfen auf einer der 20 kostenfrei zugänglichen Bahnen zusehe. Ich selbst bin nicht so treffsicher und müsste meine Scheibe wohl ständig im grünen Gehölz wieder suchen. Und wer meine, dass hier oben im Norden alles flach und platt ist, wird im Bürgerpark eines Besseren belehrt. Mitten im Park erhebt sich der „Drachenberg“. Zugegeben, Gäste aus Regionen mit echten Anhöhen würden beim „Erklimmen“ sicher nicht mal merken, dass sie leicht bergauf gehen, so flach ist er.

Gesund durch grün

Beim Namen „Gesundheitspark Speckenbüttel“ vermutet man vielleicht nicht gleich die 70 Hektar große Parkanlage. Auch hier drehen Jogger und Walker ihre Runden auf der Finnenbahn oder genießen den Blick vom Wasser aus beim Tretbootfahren. Wer dabei nicht aufpasst, läuft Gefahr, nass zu werden, denn im See befindet sich eine große Wasserfontäne. Die Höhe der Fontäne kann übrigens im Yin und Yang-Platz selbst von den Besuchern gesteuert werden. Klar, dass sich dabei jeder übertreffen will. Das Besondere an diesem Park ist, dass es sich um einen Wellnesspark handelt. Beim Gang durch die „Allee der heilenden Bäume“ habe ich einen herrlichen Blick auf den Bootsteich. Die 290 Meter lange Allee säumen 52 Bäume, darunter 13 verschiedene Arten, die in der Volksheilkunde eine Rolle spielen. Dann lockt mich auch schon der Barfußpfad. Ich glaube, seit meiner Kindheit bin ich nicht mehr über unterschiedliche Untergründe barfußgelaufen. Zuerst ist es ungewohnt und ich tippele von einem Fuß auf den anderen, aber dann fühlt es sich gut an, genauso wie das Wassertreten in der Kneipp-Anlage. Im Rosengarten sind in der Saison über 50 verschiedene Sorten zu bewundern. Wer’s aktiver mag, dem stehen neben dem Fitness-Parcour eine Streetball-Anlage und eine BMX-Bahn zur Verfügung. Die Kleinen toben sich auf dem Drachenspielplatz aus. Hier wurde wirklich an alle gedacht.

Es klappert die Mühle

… nicht am rauschenden Bach, dafür aber am Rand des Gesundheitsparks Speckenbüttel. Hier befindet sich nämlich das Freilichtmuseum mit dem Marschenhaus, der Geesthofanlage und der Bockwindmühle. Unter Reetdächern und hinter Fachwerk bekomme ich einen intensiven Eindruck, wie die Menschen hier früher lebten und arbeiteten. Die Diele und die Stuben strahlen eine Gemütlichkeit aus, aber die alten Arbeitsgeräte lassen vermuten, wie mühselig die Arbeit früher war. Ein Besuch, der sich lohnt!

Bau mir ein Schloss…

… das dachten sich dreihundert freiwillige Helfer, als sie 2003 das 320 Quadratmeter große Weidenschloss bauten. Dieses Schloss ist etwas ganz Besonderes, denn es wird auf natürliche Weise immer größer. Wer kann das schon von seinem Schloss behaupten? Schon von weitem ist die grüne Kuppel auszumachen. Hier finden auch immer wieder unterschiedlichste Veranstaltungen statt, wie beispielsweise „Tango im Grünen“.

300 freiwillige Helferbauten 2003 das 320 Quadratmeter große Weidenschloss

Das Weidenschloss (c)Tanja Albert

Kunst im Grünen

Ein wirkliches Kleinod ist Thieles Garten im Norden unserer Stadt. Eine märchenhafte Parkidylle mit altem Baumbestand, exotischen Pflanzen, Teichen und zahlreichen Skulpturen. Der Kunstgarten wurde seinerzeit von dem Künstlertrio Gustav, Georg und Grete Thiele erdacht, die sich damit den Traum nach einer Verbindung von Landschaft, Kunst und Natur erfüllten. Nach einem hektischen Tag genieße ich es, durch den 20.000 Quadratmeter großen Park zu schlendern. Und egal, wie oft ich schon hier gewesen bin, entdecke ich immer wieder noch eine Skulptur, die mir bisher verborgen geblieben ist. Übrigens lässt es sich hier nicht nur herrlich schlendern und verweilen. Im Gebäude inmitten des Parks oder auf der Terrasse davor finden immer wieder Konzerte und Lesungen statt.

Kunst im Naturraum (c) Helmut Gross

Kunst im Naturraum (c) Helmut Gross

Bremerhaven und umzu

Mitten in der Stadt verläuft nur wenige Meter von vielbefahrenen Verbindungsstraßen der Geestewanderweg. Er schlängelt sich entlang des Flusslaufes der Geeste von der Geestebrücke aus dem Jahr 1904 bist ins niedersächsische Umland. Der Weg ist von zahlreichen Bäumen gesäumt, die im Sommer Schatten spenden und im Herbst ihr wunderschön buntgefärbtes Laub zeigen. Entlang des Weges passiere ich den 35 Meter hohen Werftkran. Ein Zeichen dafür, dass ich mich hier auf dem Platz einer der führenden Werften – der Rickmers Werft – befinde. Vorbei an Schrebergärten, Ruder- und Bootsverein und Grillplätzen geht es unter der Autobahn durch ins weite Hinterland. Immer im Schatten der Bäume erreiche ich die Schiffdorfer Stauschleuse, die für viele Radfahrer ein beliebtes Ausflugsziel ist. Hier verlasse ich den Geestewanderweg und wende mich nach rechts. Bereits in Sichtweite liegt der Reinkenheider Forst vor mir. Ein Wald- und Wiesengebiet, das etlichen Schrebergartenbesitzern, Reitern, Spaziergängern und Radfahrern als Naherholungsgebiet dient. Im Sommer genieße ich hier die Kühle unter den Schatten spendenden Bäumen und im Winter führte hier schon die eine oder andere Grünkohltour lang. Gerade diese Vielfalt von kleinen Oasen, großen Parks, Relax- und Aktivangeboten mit der Nähe zum Wasser gefällt mir so sehr.

 

Egal also, ob ich mich mitten in der Stadt oder im Süden oder Norden Bremerhavens aufhalte, überall sind Grünanlage in der Nähe. Kommt, und schaut selbst!

Diesen Beitrag hat Tanja Albert von der Erlebnis Bremerhaven GmbH erstellt.

 

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