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Kulinarisch durch Braunschweig

Autor: Maria

Wohin in Braunschweig, wenn der Hunger kommt? Ich habe mich einen Tag lang kulinarisch durch Braunschweig bewegt. Angefangen vom Frühstück bis hin zum Drei-Gänge-Menü am Abend. Mein Auswahlkriterium für die besuchten Cafés, Bistros und Restaurants war so simpel wie genial: Ich habe mich von Empfehlungen von Freunden leiten lassen. Los geht die Suche nach guten Restaurants in Braunschweig!

Frühstücken wie ein Kaiser

Ich liebe es, zu frühstücken. Besonders am Wochenende und im Urlaub ist das Frühstück oft die üppigste Mahlzeit am Tag. Wo also kann ich in der Löwenstadt frühstücken? Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Cafés und Bistros, die schon morgens ihre Leckereien anbieten. Ich habe mich heute für ein Frühstück bei Tante Emmelie, Bäckerklint 1,  entschieden: Hier gibt es Frühstück für den kleinen Hunger, Frühstück für den großen Hunger und alles für dazwischen.

 

Karierte Tischdecken, weiße Holzstühle, üppiges Frühstück: Tante Emmelie. Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Daniel Möller

Karierte Tischdecken, weiße Holzstühle, üppiges Frühstück: Tante Emmelie. Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Daniel Möller

Direkt vor dem Café sitzt Till Eulenspiegel – als bronzene Figur am gleichnamigen Brunnen. Das Café ist eine Zeitreise in die gute alte Zeit – so stelle ich mir einen Krämerläden vor fünfzig Jahren vor: Die Holzregale sind gefüllt mit eingemachten Delikatessen, es gibt Milch aus der Flasche und selbstgebackenes Brot im Papier. Auf der Theke stehen Süßigkeiten und Kleinigkeiten – ein Paradies für Schöne-Dinge-Liebhaber. Tante Emmelie kann aber nicht nur gut aussehen, vor allem kann das Café Frühstück: selbstgebackenes Brot, frisches Obst, verschiedene Käse- und auf Wunsch auch Wurstspezialitäten, Eier, Müsli, Joghurt … Ein guter Start in den Tag.

Kaffee gegen die Müdigkeit

Nach dem leckeren Frühstück schlendere ich ein wenig durch die Innenstadt. Bevor die Verdauungsmüdigkeit einsetzen kann, steuere ich einem koffeinhaltigen Getränk gegen. Im Kapai Kaffeehaus, Friedrich-Wilhelm-Str. 47. Begrüßt werde ich von einem freundlich lächelnden jungen Mann mit Akzent . Nach kurzem Überlegen, welcher Akzent das sein könnte, war mir schnell klar: Das muss ein Neuseeländer sein. Ich nehme Platz auf dem großen grünen Ledersofa und fühle mich auf Anhieb wohl. Das alte Bücherregal mit der darauf stehenden Kaffeemühle, der Kronleuchter an der dezent mit Stuck verzierten Decke, der Dielenfußboden … das alles sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Wer Kaffee mag, wird im Kapai sein Glück finden. Das Kaffee-Menü von Katharina und Brad hat für jeden Geschmack das Passende im Angebot. Oben links mit einem kräftigen Espresso startend, werden die Kaffee-Spezialitäten nach unten rechts immer milder. Dabei kann man je nach Geschmack auch Soja- und laktosefreie Milch wählen. Für Gäste mit einer Laktoseunverträglichkeit oder veganer Ernährung ist das natürlich ein Paradies.

Kaffee und Schokolöffel

Leckeren Kaffee in verschiedenen Ausführungsarten gibt es im Choclatte Coffeeshop. Foto: anotherlovely.de

Veganer Mittagstisch

Obwohl ich weiß, dass heute Abend noch ein Menü auf mich wartet, lasse ich mich trotzdem auf ein Mittagessen ein. Bei Brodocz, Stephanstraße 2, gibt es einen wöchentlich wechselnden Mittagstisch – vegetarisch und oft auch vegan.

Das Restaurant versteckt sich mitten in der Innenstadt hinter einer sehr alten, efeubehangenen Mauer mit schmiedeeisernem Tor. Serviert werden hier variationsreiche Menüs, immer saisonal und kreativ gekocht in der Tradition der asiatischen Zubereitung von Lebensmitteln. Was nicht heißt, dass es hier asiatisches Essen gibt: Die Speisekarte ist ein Ritt um die Welt, von afrikanisch über asiatisch über europäisch bis vegan gibt es hier alles. Manchmal sogar Fleisch. Küchenchef Ralf Brodocz möchte seinen Gästen kulinarische Geschmackserlebnisse bieten – das gelingt ihm immer.

Exotische Gerichte von Brodocz

Vielseitiges, gesundes Essen gibt es bei Ralf Brodocz. Foto: Brodocz

Etwas Süßes für zwischendurch

Auch wenn ich nicht mehr hungrig bin, Appetit auf ein Stück Kuchen habe ich immer. Also suche ich mir nach dem Besuch der Ausstellung im Altstadtrathaus ein kleines Café. Nicht weit entfernt des Altstadtmarktes befindet sich im Handelsweg mein Lieblingscafé: das Café Riptide. Hier gibt es neben herzhaften Speisen auch immer eine Kuchenauswahl und leckeren Kaffee. Alle Speisen im Riptide sind vegetarisch, vieles sogar vegan. Vor zehn Jahren öffnete das Riptide als erstes veganes Cafés in Braunschweig – mit angeschlossenem Plattenladen. Meinen Kuchen genieße ich durch Zeitschriften blätternd bei guter Musik auf dem gemütlichen Sofa. Als eine größere Gruppe das Riptide betritt, räume ich meinen Platz und beschließe, vor dem Abendessen noch einen Bummel durch das Magniviertel zu machen.

Café Riptide im Handelsweg von außen.

Wo ist der beste Platz im Riptide? Drinnen läuft gute Musik, draußen kann man das Geschehen im Handelsweg beobachten. Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Le grand finale – das Abendmenü

Zum Abendessen habe ich mir das Steg-Haus, Leonhardstraße 2, ausgesucht. Die Küche verfolgt ein mediterranes Thema, die Speisekarte wechselt regelmäßig, und da sie auch saisonal angepasst wird, ist sie übersichtlich und besonders ausgeklügelt, sodass für jeden etwas dabei ist. Dazu stehen verschiedene Drinks zur Auswahl. Herzstück der Küche ist der rot lackierte Josper-Ofen. Du hast noch nie etwas von diesem Josper gehört? Das könnte daran liegen, dass es in Norddeutschland erst fünf Exemplar des besonderen Ofens gibt, im Gegensatz zu Italien und Spanien, wo diese Art Ofen sehr beliebt ist. Der Josper-Ofen ist eine Kombination aus Ofen und Grill, so dass alle Fleisch- und Fischsorten perfekt aus dem Ofen kommen. Zum süßen Finale gibt es noch ein Schokoküchlein: außen fest, innen fließend – zum Dahinschmelzen.

Polsterbänke erschaffen gemeinsam mit der kreativen Wandgestaltung eine gemütliche Atmosphäre. Foto: BSM

Überglücklich und übersatt verlasse ich das Restaurant. Hinter mir liegt ein Tag voller Genusserlebnisse. Das reichhaltige Frühstück, der afrikanisch angehauchte Mittagstisch, das Menü am Abend und die kleinen Leckereien zwischendurch – ab morgen werde ich fünf Tage fasten müssen, bis die Hose wieder ohne Zwicken sitzt. Ob ich mich noch einmal einen Tag kulinarisch durch die Löwenstadt treiben lassen würde? Auf jeden Fall!

Beitragsbild: Urige Restaurants und moderne Küche: In Braunschweig findet man immer ein Restaurant nach seinem Geschmack. Foto: Brodocz

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