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Kleine Kugeln mit großer Wirkung

Mit dem Trendsport Crossboule durch Oldenburg

Die Stadtführung "bOLccia" oder auch Streetboccia kann überalle gespielt werden (Copyright: Martin Remmers)

Historie, Zahlen und Sehenswürdigkeiten – das sind die Dinge, die man zuerst mit einer Stadtführung in Verbindung bringt. Das kann einen schnell überfordern und da hat auch nicht jeder Lust zu. Doch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die Gästeführer in Oldenburg sind ziemlich kreativ und denken sich immer wieder was Neues aus. Zwei Stadtführungen, die ich einfach mal vorstellen will, habe ich selber ausprobiert. Boccia und Boßeln in Oldenburg, so habe ich mich spielerisch durch Oldenburg geworfen – das kann ein Spaß sein vor allem für Familien, Freundeskreise oder Arbeitskollegen.

bOLccia – Mit dem Trendsport Crossboule durch Oldenburg

Bei dieser Stadtführung durfte ich eine Testführung mitmachen und ich fand es großartig, weil es die Aspekte Freiheit, Spontaneität und Kreativität vereint. Zur Erklärung: Das Crossboule, auch Streetboccia genannt, ist eine Trendsportart, die sich die Grundprinzipien des traditionellen Boccia beziehungsweise Boule zu Nutzen macht. Da es mit speziellen, weichen Kugeln gespielt wird, kann es grundsätzlich überall oder in jeder Position gespielt werden. Crossboule macht absolut Spaß. Ob auf dem Rasen, hinter dem Strauch, auf der Treppe oder sonst wo – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Kugeln lassen sich werfen, rollen und es lässt sich sogar eine Kurve in einen gelungenen Wurf einbauen. Crossboule oder wie es in Oldenburg heißt, bOLccia, ist für mich eine klare Sommerempfehlung!

Stadtführung „bOLccia“ in Oldenburg (Copyright: Martin Remmers)

City-Boßeln

Hier heißt es mit einer Gruppe gut gelaunter Menschen um durch die Stadt ziehen, etwas über Oldenburg erfahren und dabei den Traditionssport Boßeln spielen. Diese Führung habe ich mal mit einer Gruppe Journalisten gemacht. Es war ein riesiger Spaß. Der Gästeführer Bernd erklärte uns zunächst die Regeln der Sportart Boßeln. Dann teilte er uns in drei Teams ein: „Kohl“, „Kassler“ und „Pinkel“ (weil Boßeln ein typisches Spiel ist, was bei einer Kohltour gespielt wird). Ziel des Spiels ist es, eine Boßel-Kugel möglichst weit zu rollen, ein wenig wie beim Kegeln. Das Team, das die wenigsten Würfe benötigt, um ans Ziel zu kommen, gewinnt.

So tourten wir zunächst einmal um den Cäcilienplatz, hinter dem Oldenburgische Staatstheater und dann zogen wir boßelnd weiter mit der Gruppe durch die Wallanlagen bis zum Kulturzentrum PFL. Und immer dabei, ein sogenannter Grabber. Mit dem mussten wir dann auch so einige Kugeln aus den Büschen oder dem Fluss fischen. Zum Abschluss ging es quer durch die Innenstadt bis zum höchsten Punkt Oldenburgs: in der Fußgängerzone, 7,30 Meter über dem Meer. Von hier erfolgt ein stolzer Blick zurück auf eine wunderbare Boßeltour mit sportlichen und kulturellen Höhepunkten. Für mich eine Empfehlung für jede Jahreszeit.

City-Boßeln in Oldenburg (Copyright: Martin Müller)
City-Boßeln in Oldenburg: Immer dabei ein Grabber, um die Boßelkugeln aus den Büschen oder dem Fluss zu holen.

Touren für jeden Alters- und Fitnessgrad

Diese Kombination aus Spielen und Entdeckungstour ist jedem zu empfehlen, dem es darum geht unterhaltsam Informationen zu erhalten, und gleichzeitig in Bewegung zu sein. Hier werden Spaß und Kreativität mit einer klassischen Stadtführung vereint. Und das Beste ist, dass es keinerlei Übung, Training oder lange Erklärungen braucht. Jeder kann es sofort und überall lernen und spielen. Kindern macht es ebenso Spaß wie Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren. Dabei passen sich sowohl das Boßeln als auch das Crossboule automatisch an jeden Alters- und Fitnessgrad an.

Und zwischendrin sorgt ein sachkundiger Gästeführer für kleine Pausen mit spannenden Geschichten sowie Sehens- und Wissenswertem über Oldenburg. Wer also Lust bekommen hat, mit seinen Freunden, Vereinskameraden oder Arbeitskollegen mal so etwas auszuprobieren, kann seinen Wunschtermin einfach buchen bei der Oldenburg-Info.

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