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KräuThaer aus dem Celler Heilpflanzengarten

Auf der Suche nach den Hidden Places, den Lieblingsorten in unseren 17 Städten, sind wir diesmal auf den Celler Heilpflanzengarten gestoßen. Dort gibt es auch das KräuThaer Café und einen KräuThaer Laden.

Auf 7.000 Quadratmetern gedeihen 300 Heilpflanzenarten: Duft- und Aromapflanzen, aber auch Gift- und „Zauberpflanzen“. Das ist die Welt von Pfarrer Kneipp und Hildegard von Bingen. Ein wunderbarer Ort der Ruhe in der Nähe der Celler Allerwiesen und nur ein paar Minuten Spazierweg vom lebhaften Treiben der Celler Altstadt entfernt.

Blick in die Geschichte

Im Rahmen der Expo 2000 suchte die Stadt Celle ein Gelände für einen Heilpflanzengarten. Direkt an den Allerwiesen liegt die traditionsreiche Landfrauenschule aus der die „Fachschule für Landtourismus und Direktvermarktung“ hervorging. Neben der Schule lag ein Bauerngarten, der zum größten Heilpflanzengarten Europas umgebaut wurde.

Namensgeber für das Café und den Laden ist Albrecht Daniel Thaer, der Begründer der rationellen Landwirtschaft. Er wurde 1752 in Celle geboren und lebte und arbeitete dort. Reste seines Versuchsbetriebes, der heutige Thaers Garten, an den Allerwiesen können heute noch besichtigt werden.

Das weitläufige Gelände des Heilpflanzengartens lädt zum Schlendern ein. Ein besonderes Wasserspiel ist der „sprudelnde Quelltopf“. Wissenswertes über die Welt der Heilpflanzen erfährt der Besucher durch die übersichtlichen Informationstafeln oder während einer Führung.

Café KräuThaer

Für Besucher des Heilpflanzengartens errichtete der Förderverein der Albrecht-Thaer-Schule im Schulgebäude das Café KräuThaer ein. Das Besondere ist, dass das Café Teil des Ausbildungskonzeptes der zweijährigen Berufs-Fachschule ist: von der Produktion der Speisen und Kuchen über den Service bis zur Erprobung der Betriebsleitung. Auf frische Zubereitung und die Verwendung von Kräutern wird sehr viel Wert gelegt.

Besonders beliebt sind die saisonalen Torten, aber auch Herzhaftes sowie wechselnde Gerichte an den Wochenenden. Inzwischen hat sich auch ein Mittagstisch jeden Freitag um 12.00 Uhr fest etabliert. Dieses Café wird durch außergewöhnlich stark motivierte Schüler-Teams betrieben. Professionell begleitet werden sie von Lehrkräften und Mitarbeitern, die an den Wochenenden und in den Ferien Café und Laden managen.

KräuThaer Laden

Zeitgleich mit dem Café KräuThaer entstand in der ehemaligen Orangerie, unmittelbar am Heilpflanzengarten, der kleine, urige „KräuThaer Laden“. Besucher finden hier alles rund um Kräuter und Heilpflanzen: ausgefallene Öle und Essig, eine Vielfalt von Chutneys und Konfitüren, Tees, aber auch Salben und Massageöle, Duft- und Körnerkissen. Dem Motto „gut durchdacht und hausgemacht“ folgend, werden die Produkte größtenteils von den Schülern im praktischen Unterricht ausprobiert und hergestellt. So wurde schon so manches historische Rezept wiederentdeckt. Einige ausgewählte Landprodukte aus der Region ergänzen das Sortiment. Mit viel Liebe zum Detail präsentieren die Schüler ihre Produkte und verpacken sie zu individuellen Geschenken.

Service

Der Heilpflanzengarten ist von März bis November täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Café KräuThaer und KräuThaer Laden
Geöffnet Mittwoch bis Sonntag,  14.00 bis 18.00 Uhr, Montag und Dienstag ist Ruhetag.
Mittagstisch: jeden Freitag, 12.00 Uhr

Die Webseite des Café KräuThaer.

Solche “Hidden Places” oder Lieblingsorte haben wir schon einige in unserem Sendegebiet gefunden:

Das Theater Laboratorium in Oldenburg befindet sich in einer ehemaligen (historischen) Turnhalle.

500 verschiedene Rosensorten findet man im Rosarium in Wilhelmshaven.

Die Bremerhavener haben ihren ganz eigenen Ort, um den Alltag hinter sich zu lassen: ihren Weserdeich.

Das Magniviertel in Braunschweig mit dem Strupait ist eine Klasse für sich.

Ebenfalls anders ist das Aha Erlebnismuseum für Kinder und Jugendliche in Wolfenbüttel.

Das Museum für bürgerliche Wohnkultur in Gifhorn ist das einzige seiner Art in Deutschland.

Wenn man durch Hann. Münden streift sieht man sie von fast überall, sowie man den Blick nach oben hebt: die Tillyschanze.

Mitten in der Heide, in Gifhorn, steht der Glockenpalast.

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