Braunschweig hat viele Grünflächen, Gärten und Parks, die zu ausgedehnten Spaziergängen, leckeren Picknicks oder sportlicher Betätigung einladen. Auch ich bin bei gutem Wetter häufig im Grünen zu treffen, sei es um nach der Arbeit abzuschalten, mit einem leckeren Eis in der Hand die Sonne zu genießen oder weil ich es doch einmal geschafft habe, mich zum Joggen zu zwingen. Und weil ich viele der grünen Ecke in den letzten Jahren entsprechend ausgiebig erkundet habe, möchte ich euch im Folgenden ein paar meiner ganz persönlichen Favoriten vorstellen.
Entspannung am und auf dem Wasser
Ein Highlight in Braunschweig ist ohne Zweifel die Oker, die sich wie ein Ring um die Braunschweiger Innenstadt legt und dabei durch zahlreiche Parks fließt. An gleich zwei davon komme ich praktischerweise jeden Tag vorbei, so dass sich ein kleiner Abstecher zum Feierabend regelmäßig anbietet.
Der Museumpark grenzt, wie der Name verrät, direkt ans Herzog Anton Ulrich-Museum, eines der ältesten und bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Damit ist er der perfekte Park für einen Spaziergang nach dem Ausstellungsbesuch. Nachdem ich früher gerne auf dem kleinen Spielplatz auf der Wiese neben dem Museum gespielt habe, ist mein persönlicher Lieblingsort heute der öffentlich zugängliche Steg an der Oker. Im Schatten unter den Bäumen und mit Blick auf das Wasser brauche ich für den perfekten Nachmittag eigentlich nur noch ein gutes Buch und den ein oder anderen kleinen Snack.
Nach der Pause auf dem Steg sind es dann nur wenige Schritte am Ufer entlang und einmal unter einer Brücke hindurch, bis ich im Theaterpark (diesmal benannt nach dem nahegelegenen Staatstheater) stehe. Auch hier gibt es einen tollen Spielplatz, an den ich viele gute Erinnerungen habe. Heute ist der Theaterpark für mich in erster Linie ein idealer Picknickspot.
Und das Beste: Wenn ich dem Uferweg weiter in Richtung Norden folge, komme ich schnell bei der Floss-Station am Fallersleber Tore an, wo ich mir Tretboote, Kanus und Stand-Up-Paddle-Boards leihen kann. Vom Wasser aus habe ich direkt noch einmal einen ganz neuen Blick auf die Parks und den ebenfalls an der Oker gelegenen Botanischen Garten der Technischen Universität Braunschweig.
Es grünt so grün, wenn Braunschweigs Blüten blühen
Während ein kleinerer Teil des Botanischen Gartens direkt gegenüber des Theaterparks am Ostufer der Oker liegt, findet sich der Hauptbereich gegenüber der Floss-Station. Insgesamt beheimatet der Garten rund 4.000 verschiedene Pflanzenarten. Hingucker sind auf jeden Fall die zahlreichen bunten Blüten, aber auch weniger auffällige Gemüsepflanzen, knorrige Bäume und stachlige Kakteen haben hier ihr Zuhause.
Unangefochtenes Highlight des Gartens und ein beliebtes Fotomotiv ist für viele Braunschweiger:innen definitiv die Riesenseerose „Victoria cruziana“. Da sie nur an zwei Abenden im Jahr blüht, ist das jedes Jahr ein richtiges Event. Aber auch außerhalb dieser zwei Tage lohnt sich ein Besuch. Ich selbst setze mich nach einem Spaziergang durch den Garten gerne auf eine der zahlreichen Bänke und genieße die Ruhe. Und wie so oft gilt auch hier: früh kommen lohnt sich. Insbesondere die Bänke am kleinen Wasserfall und unter dem Blauregen (beides im Hauptteil des Gartens) sind gerade am Wochenende schnell besetzt.
Unterwegs im Naturschutzgebiet
Noch viel mehr Grün gibt es in Braunschweig außerhalb der Innenstadt. So ist zum Beispiel das 526 Hektar große Naturschutzgebiet im Stadtteil Riddagshausen mit dem Fahrrad oder Bus nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt und damit auch für spontane Ausflüge perfekt geeignet.
Wenn ihr zu Fuß unterwegs seid, empfehle ich einen Spaziergang um den Kreuz- und den Mittelteich. Beide bieten nicht nur einen tollen Blick aufs Wasser und das ein oder andere Fotomotiv in Form von Wasservögeln, sondern haben eine ganz schön lange Geschichte. Immerhin waren es die Mönche des Zisterzienserklosters Riddagshausen, die im 12. und 13. Jahrhundert zahlreiche kleinere und größere Teiche zur Fischzucht anlegten. Die Dämme zwischen den verschiedenen Teichen und den angrenzenden Waldstücken laden nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche zahlreiche Personen zum Spazieren, Joggen und Radfahren ein. Mit einem See rechts und einem See links ist es fast ein wenig so, als würde man auf dem Wasser stehen oder zumindest über eine sehr märchenhafte Brücke schreiten.
Mein letzter Tipp für heute ist ein etwas längerer Ausflug, zum Beispiel mit dem Fahrrad, zum Damwildgehege Riddagshausen und dem angrenzenden Arboretum. Das Wildgehege ist besonders für Familien mit Kindern ein echtes Highlight. Hier könnt ihr die Tiere auf über 200 Hektar in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Da die Hirsche an Menschen gewöhnt sind, kommen sie manchmal sogar ganz nah an den Zaun heran.
Vom Gehege aus sind es dann nur noch wenige Meter bis zum Arboretum. Hier wachsen rund 100 verschiedene Baumarten. Kleine Infotafeln entlang der Wege informieren über die unterschiedlichen Arten und die Picknicktische laden zu einer kleinen Pause ein.
Viel Spaß beim Erkunden!

