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Osnabrück: Regionales Street Food auf den Wochenmärkten

Autor: Beate

Zurück zu den Ursprüngen. Street Food wird schon lange in den Garküchen Asiens und Afrikas gekocht. Die meist günstigen Gerichte werden an Ständen und Wagen verkauft, die von Kleinunternehmern betrieben werden. Daraus ist inzwischen ein globaler Trend geworden, denn auch in vielen deutschen Städten werden regelmäßig ganze Festivals organisiert, die internationale Street Food Gerichte anbieten. Ursprünglich handelt es sich allerdings um eine regionale Küche und deswegen habe ich mich auch einmal auf den Wochenmärkten in Osnabrück danach umgeschaut.

Von Dienstag bis Samstag finden die Osnabrücker Wochenmärkte an jeweils wechselnden Orten und auch in unterschiedlichen Stadteilen statt. Und, natürlich gibt es immer frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Oliven und Honig. Dazu -wie selbstverständlich- einen Schnack mit den Händlern oder den Bekannten, die man zufällig trifft. Auf allen Märkten gibt es aber auch selbst zubereitete Speisen zum Verkosten vor Ort.

Samstags schlendern nicht nur die Osnabrücker über ihren Markt. Foto (c) nextchoice

Die großen Innenstadtmärkte am Dom und am Ledenhof

Der stand- und flächenmäßig größte Markt findet an jedem Samstagvormittag bis 14 Uhr statt, vor der Kulisse des Doms, genau genommen auf den großen Pflastersteinen des Domhofes. Einen leckeren Frühstückskaffee kann man gleich bei Linde’s Café einnehmen, direkt neben der mobilen Fahrradwerkstatt, oder auch bei Tante Sophies Backstube. Hier gibt es  „Langzeit geführtes Brot“, dessen Teig mindestens einen Tag vorher angesetzt wurde ebenso wie leckere Muffins. Heute lockt aber ein bereits vom Anblick unwiderstehlicher Erdbeerkuchen (aus Rührteig auf einer dünnen Schokoladenschicht und einem Joghurtmousse). Auch selbst gemachtes Eis – mit natürlichen Inhaltsstoffen – rundet jetzt im Sommer das Angebot von Tante Sophie, alias Yvonne Kühne, ab.
www.tantesophiesbackstube.de

Tante Sophies Backstube: Mit Liebe zum Detail und viel Freude dabei. Foto (c) Beate Krämer

Rita und Martin haben frisch gepresste Säfte, Suppen und vegetarische Gerichte im Angebot. Die Zutaten stammen vorwiegend von den benachbarten Bauern und somit variieren je nach Saison und regionalem Angebot die zubereiteten Speisen.  Die Holzbänke und -tische laden unter den schattigen Bäumen des Domhofes zum Verweilen ein.
www.kochfest-halverde.de

Sehr appetitlich und frisch: Regionale Street Food Küche von Rita & Martin. Foto (c) Beate Krämer

Etwas „exotischer“ wirkt die bayrische Kost von Evelyn Schlingensiepen und Ludwig Hochstraßer. Ihre Rezepte stammen aus dem 700 Kilometer entfernten Niederbayern: Selbst gemachte Semmelknödel mit saisonaler Soße (heute: Bärlauch, Sesam und Emmentaler), Kaiserschmarrn, Leberkäs und Weißwürste. Die beiden kennen die Herkunft ihrer Zutaten, das Fleisch stammt aus einem (EU) zugelassenem Familienbetrieb, alles ist geschmacksverstärker- und gentechnikfrei. Die beiden Neuankömmlinge im Osnabrücker Land und auf dem hiesigen Wochenmarkt schätzen den Austausch mit ihren Gästen.
www.fairkocht.com

Evelyne und Ludwig achten nicht nur auf ihre Zutaten, sondern setzen auch auf umwelfreundliche Verpackungen und Mehrweggeschirr. Foto (c) Beate Krämer

Der Markt am Ledenhof – immer donnerstags bis 13 Uhr – besticht durch seine schöne Atmosphäre rund um die Katharinenkirche.

Wochenmarkt Ledenhof: Zum entspannten Mittagessen gibt es auch donnerstagmittags leckere Möglichkeiten direkt an der Katharinenkirche. Foto (c) next choice

Linde’s Café ist hier ein stets hervorragender Tipp: Jeden Donnerstag gibt es frisch zubereitete Suppe, Quiches, belegte Brote und Kuchen. Aus den besten Zutaten – vom Gemüsegärtner aus Kalkriese, dem Stand nebenan – werden hier Speisen immer wieder lecker und neu kreiiert.

Eine frische Quiche, oder in Frankreich auch Tarte genannt: Heute: Tomaten-Zucchini-Quiche auf Dinkelteig. Lecker und optisch ein Hingucker ist auch die Zitronentartellette. Foto (c) Beate Krämer

Für mich eine Geschmackspremiere. Die Gurken-Joghurt-Minze Suppe ist warm und schmeckt erfrischend. Foto (c) Beate Krämer

Im Stadtteil Dodesheide – der Markt in der Lerchenstraße

Klein und fein ist dieser Markt immer dienstags bis 13 Uhr. Hier gibt es das ganze Sortiment und jetzt im Sommer schöne bunte Blumenstände sowie Marmeladen aus eigener Produktion. Insgesamt gibt es auf dem Hof Wickemeyer davon 52 Sorten, hier auf dem Markt eine schöne Auswahl.
www.hof-wickemeyer.de

Marmelade aus regionalen Früchten. Zum Mitnehmen vom Stand des Hofs Wickemeyer. Foto (c) Beate Krämer

Zu Mittag essen kann man auch auf diesem Markt, zum Beispiel beim Suppen-Prinz alias Lohrer Robert. Er kocht die Erbsensuppe – sehr zünftig und originell – direkt in der NVA-Feldküche vor Ort. Zur Auswahl gibt es aber auch Chili con Carne und Thüringer Bratwurst.

Die Erbsensuppe wird hier in der historischen Feldküche vor Ort fertig gekocht. Foto (c) Beate Krämer

Raus aus der Stadt in Innenstadtnähe: Der Markt am Riedenbach

Vor der Kulisse der Kirche St. Joseph kann man jeden Freitag vormittag unter den Bäumen an den Marktständen vorbei flanieren und nicht nur die schönen Farben und Vielfalt an Sommerblumen bewundern. Bei Tante Sophies Backstube gibt es eine Vielfalt an hausgebackenen Broten und heute Macarons. Dazu gibt es immer ein Lächeln!

Winfried Hanekamp präsentiert die verschiedenen hausgebackenen Brotsorten. Zusammen mit einem Capuccino kann auch das Baguette mit Oliven ein schmackhafter kleine Mittagsimbiss sein. Foto (c) Beate Krämer

Mein Fazit der Wochenmarktbesuche ist, dass es viele interessante Angebote gibt, um vor Ort einen kleinen süßen Imbiss einzunehmen oder auch ein ganzes Mittagessen. Insbesondere Samstags ist das Angeboot an Street Food groß, aber auf jedem Markt in der Woche findet man bereits eine kleine und feine Auswahl. Informationen zu allen Wochenmärkten in Osnabrück gibt es unter  www.osnabrueck.de

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