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Wie der Herbst mich in Oldenburg entdeckte – Stadt in rauschenden Farben

Autor: Iris

Ich mag es Erste zu sein. Nicht im Sinne von schneller und besser, sondern eher vorher, vor Anderen. Morgens im Schwimmbecken, die Generalprobe im Theater, die ersten Fußstapfen im Schnee – Eine Leidenschaft ist es zum Beispiel direkt nach der Eröffnung besser noch davor, Ausstellungen zu besuchen, den letzten Hauch der Werkstatt zu spüren, den Kleber der Schildchen noch zu riechen… den neu inszenierten, noch nicht betrachteten Raum einfach wirken zu lassen. Vor kurzem war ich endlich mal wieder zu einer Vorbesichtigung im Augusteum, ein historischer Galeriebau und ein modernes Ausstellungshaus. Es ging um die Ausstellung: „Die Welt in diesen rauschenden Farben“ mit Meisterwerken aus dem Brücke – Museum Berlin.

Augusteum Galerie Alte Meister Oldenburg

Es berührte mich hier die Werke der Brücke-Künstler Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel an einen Ort zu sehen, wo diese 1908 zum e r s t e n  M a l  der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Karl Schmidt-Rottluff: Deichdurchbruch 1910 Bruecke-Museum Berlin ©VG Bild-Kunst-Bonn, 2016

Karl Schmidt-Rottluff: Deichdurchbruch 1910 Bruecke-Museum Berlin ©VG Bild-Kunst-Bonn, 2016

Brücke Werke seit 1908 wieder in Oldenburg

108 Jahre später am gleichen Ort? Man schreibt sogar von einer Wiedereröffnung! Damals wurde im Obergeschoss des Augusteum die Großherzogliche Gemäldegalerie gezeigt. Im Erdgeschoss veranstaltete der Oldenburger Kunstverein Ausstellungen. Jetzt hängen in der ersten Etage noch druckfrisch die Zitate der Pressestimmen von 1908 an der Wand. Ein eigener Bau zeigt erstmalig ein Werk von beiden Seiten – liebevoll, die Inszenierung der Meisterwerke der Brücke-Maler.

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Man kann auch analog posten in der Ausstellung und seine eigenen bunten Werke verschicken lassen! Als Blogger gefällt mir so etwas ja besonders 🙂

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Damals 1908 waren es also „Sinnestäuschungen“, von „aufgepeitschten und überregten Nerven“ der Künstler die diese „brausenden Farben“ ermöglichten! Diese Wortwahl ging mir irgendwie nahe und weckte den Soziologen in mir. Welche Farben hatte die Welt 1908 und was bedeutete das für die Menschen hier in Oldenburg, für ihr Zusammensein?

Schon war mein Interesse für den Bildband zur Ausstellung geweckt. Ich nahm mir auch vor mal wieder in unserem Stadtmuseum vorbeizuschauen und dann verließ ich die brausenden Farben und tauchte wieder in meinen Alltag.

Die „brausenden Farben“ veränderten doch tatsächlich meine Sinne!

Meine Wege erledige ich zum großen Teil mit dem Rad. Pausen verbringe ich gern im Schlossgarten. In folgenden Tagen reagierten meine Sinne irgendwie noch sensibler. Als Blogger ist man sowieso schon mit einer aktiven Aufmerksamkeit unterwegs, doch meine Welt war irgendwie bunter. Könnt ihr es auch sehen?

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Herrlich, diese Farben: Ofener Straße in Oldenburg

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Spaziergang im Schlossgarten Oldenburg

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Zum Reinlegen, oder?

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Cäcilienbrücke in Oldenburg mit Blick zum Hafen

Die farbenfrohe Jahreszeit wirkte in diesem Jahr somit für mich noch bunter!  Danke dafür, liebe Brücke – Maler.

PS: Da erreichte mich an meinem Arbeitsplatz doch tatsächlich ein „Post“ aus der Ausstellung! Toll, toll, toll  Echte Post ist doch irgendwie schön echt!

Diese Postkarte schickte mir Vanessa, meine Kollegin, für meinen Blog! Danke

Danke meiner Kollegin Vanessa! Klasse!

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