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Stars und Sternchen auf dem roten Teppich – Internationales Filmfest in Oldenburg

Autor: Annikka

Unabhängig, inspirierend und einzigartig

Immer, wenn das fünftägige Filmfest in Oldenburg naht, muss ich an MEIN erstes Filmfest denken. Das war 2011! 2011 fand die Eröffnungsveranstaltung des Internationalen Filmfests erstmalig in der kleinen EWE ARENA am Veranstaltungszentrum Weser-Ems-Hallen statt. Warum eigentlich? Der damalige und heutige Festivalleiter und Programmverantwortliche Torsten Neumann wollte bei der Eröffnung in neuen Dimensionen denken. Professionellere Umgebung für dieses Veranstaltungsformat und vor allen Dingen mehr Platz. Bei mir lief er offene Türen ein: eine Veranstaltung dieser Art braucht eine entsprechende Bühne für den Kick-Off. Ich war damals als WEH-Mitarbeiterin verantwortlich für die Absprachen und die Planung der Veranstaltung vor Ort.

© 2011 Internationales Filmfest Oldenburg; Foto: Jörg Hemmen. Filmfestfans in der kleinen EWE ARENA

Großer Bahnhof für Stars und Sternchen

Eine aufregende Zeit folgte, als klar war, dass nun größer und noch professioneller geplant werden musste. Mehr Absperrgitter am roten Teppich, mehr Personal, eine neue beeindruckende Kulisse für die Vorfahrt der Limousinen der Stars und Sternchen – alles in allem „großer Bahnhof“. Beeindruckend fand ich damals die Filmfestfans, die vor der Eröffnung auf dem Vorplatz standen und einen Spalier für die Limousinen bildeten, die an den roten Teppich heranfuhren. Blitzlichtgewitter, das Filmfestteam voll in Action, Bodyguards mit ernsten Blicken – ich musste mich kneifen: Hollywood in Oldenburg! Die Spannung vor dem Ereignis – der eigentlichen Eröffnung – war auf dem Höhepunkt.

© 2011 Internationales Filmfest Oldenburg; Foto: Lawrence Diederich. Kostja Ullmann und Janin Reinhardt im Blitzlichtgewitter

Wie es sich für solch eine Veranstaltung gehörte, wurde der Spannungsbogen natürlich noch etwas mehr gespannt, denn einige Stars und Sternchen verspäteten sich. Torsten Neumann war sehr aufgeregt, als er schließlich die Bühne betrat und alle Gäste begrüßte. Es war vollbracht – der Knoten geplatzt.

© 2011 Internationales Filmfest Oldenburg; Foto: Verena Brandt. Ausverkaufte kleine EWE ARENA

Es folgten in den nächsten Tagen viele tolle Filmvorführungen, lange Filme, Kurzfilme, Tributes und Retrospektiven – immer an unterschiedlichen Orten in der Stadt. Sogar in der JVA Oldenburg konnte und werden auch heute noch einige Filme gezeigt.

Ich war auch dabei, als Deborah Kara Unger, u.a. bekannt aus dem Film „The Game“, in dem sie neben Michael Douglas, Sean Penn und Armin Müller-Stahl eine wichtige Rolle spielte, eine nach ihr benannte Suite im altera Hotel Oldenburg einweihte. Was für ein Highlight!

© 2011 Internationales Filmfest Oldenburg; Foto: Lawrence Diederich. Deborah Kara Unger weiht die nach ihr benannte Suite im altera Hotel ein.

Getoppt wurde dieses Ereignis für mich, als ich bei dem Empfang in der Suite plötzlich neben der schwedischen Schauspielerin Inger Nilsson stand, sie als ehemalige Pippi Langstrumpf-Darstellerin erkannte und wir ab da nur noch schwedisch miteinander sprachen. In Oldenburg ist DAS nämlich anders – an den Stars und Sternchen bin ich näher dran. Vielleicht treffe ich dieses Jahr sogar auch den legendären Hollywood-Produzenten Edward R. Dressman – eine lebende Legende, dessen Kinoklassiker wie „Wallstreet“ und „Badlands“ auf sein Konto gehen. Überall in Oldenburg spürte und spürt man etwas von diesem Filmfestflair – an den Hotelbars zu später Stunde, in den Cafés usw. Mich fasziniert das unglaublich und es hat mich angesteckt. Übrigens wurde das Filmfest 2015 vom MovieMaker Magazin unter die „Coolest Film Festivals in the World“ gewählt. Da sag mal einer, Oldenburg ist Provinz!

OLB Walk of Fame – Oldenburgische Landesbank traditionsgemäß Gastgeber

Das mit der Provinz kann auch gar nicht stimmen, denn schließlich wird immer anlässlich des Filmfests eine oder einer der anwesenden Filmstars auf dem sog. „OLB Walk of Fame“ geehrt. 2011 war ich dabei, als für und mit Matthew Modine neben dem roten Teppich auf dem Innenhof der Oldenburgischen Landesbank (OLB) eine Steinplatte mit einem Hollywood-Stern feierlich enthüllt wurde. 2013 gab’s einen für Veronica Ferres und 2016 für Nicolas Cage. Ich bin gespannt, wer wohl dieses Jahr „unser“ Star mit dem Stern wird?

© 2016 Internationales Filmfest Oldenburg; Foto: Markus Hibbeler. Blitzlichtgewitter im Innenhof der OLB mit Nicolas Cage

© 2016 Internationales Filmfest Oldenburg; Foto: Markus Hibbeler. Nicolas Cage an seinem Stern auf der OLB-Starpromenade

Auch dieses Jahr habe ich wieder große Lust auf unkonventionelle, inspirierende, bewegende, amüsante und spannende non-mainstream-Filme, möchte unbedingt dieses „Oldenwood-Flair“ erleben und habe mir dafür den 13. bis 17. September fett im Kalender markiert. Übrigens wird Moritz Bleibtreu als Mitproduzent des Eröffnungsfilms „Familiye“ nach Oldenburg kommen. Dieser Film wird als Weltpremiere das Filmfest eröffnen!

Mein Fazit

Das Internationale Filmfest Oldenburg – mal bewegend, mal unendlich traurig, mal spannend – vor allem aber eines – unheimlich gut!

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