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Pimp my bike 2.0 – Die ganz große Fahrradkorbliebe!

Autor: Sarah

Ich weiß noch, als wäre es gestern gewesen: Eines Morgens kam Michelle Feye strahlend zu uns in die Touristinfo und fragte nach jemandem, der sich mit der Thematik des Radfahrens befasst. Sie hätte eine neue Idee für Fahrrad-Accessoires. Schnell kam ich mit ihr ins Gespräch und schaute mir ihre selbst gemachten Fahrradkörbe an.

Warum eigentlich Fahrradkörbe? Michelle erzählt mir, dass sie lange nach einem geeigneten Korb für Ihre „Elsa“ gesucht hat, ihr 35 Jahre altes Gazelle-Fahrrad. Es sollte ein Korb für den vorderen Lastenträger sein. Und da sie nichts Passendes gefunden hat, entwickelte sie einfach ihren ganz Eigenen. Vor diesem Hintergrund ist dann schließlich eine tolle Upcycling Idee entstanden: Schönheit, Nützlichkeit und Langlebigkeit vereint mit modernem Eigendesign! Michelle´s Motivation beruht auf einem lang gehegten Wunsch, eine Brücke zwischen ihrem Heimatland den Philippinen und der Stadt Oldenburg herzustellen. Nach ihrem letzten Besuch ihrer Familie auf den Philippinen hat sich der Wunsch verdichtet, etwas aufzubauen, was allen zugutekommen soll. Handarbeit ist das Stichwort! Die Fahrradkörbe werden vorwiegend von den Frauen per Hand geflochten – dadurch wird jeder Korb zum Unikat. Die Kunst des Flechtens entstammt aus einer philippinischen Tradition, die immer weiter getragen wurde.

Handarbeit bei Michelle (2. von rechts im unteren Foto) und ihren Freundinnen

Auf die Frage, wie die Technik funktioniert, erzählt Michelle mir, dass sie aus massiven Naturmaterialien ein ebenmäßiges und kreatives Produkt in höchster Qualität herstellen können. Mühselige Arbeit und viel Herz stecken in jedem Korb, der aus dem sogenannten „Nito“ besteht. Zu meiner Überraschung wird neben Nito kein zusätzliches Material wie zum Beispiel Metall bei der Herstellung der Fahrradkörbe verwendet. Die enorme Stabilität führt auf das Nito und auf das feinmaschige Muster zurück. Auf diese Weise ist jeder Korb zudem besonders witterungsbeständig und strapazierfähig. Die natürliche Oberfläche sorgt zuletzt dafür, dass jeder Korb zu einem einzigartigen Schmuckstück wird.

Neugierig?  Neben vielen anderen Akteuren könnt ihr Michelle am Sonntag, den 2. April bei der Outdoor- Veranstaltung „Oldenburg unterwegs – Hier lebt das Fahrrad“  persönlich kennen lernen. Die Veranstaltung findet von 12:00 bis 18:00 Uhr auf dem Rathausmarkt in der Oldenburger Innenstadt statt.

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