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Hundum glücklich in Lingen – der besondere Mädelstag

Autor: Christiane

Heute hole ich meine Freundinnen Nina und Frida ab zu einem Spaziergang. Und ihr dürft auch mit! Nina und Frida wohnen mitten im Stadtzentrum von Lingen. Ein Herrchen dazu gibt es auch noch, aber heute machen wir einen Mädelstag!

Blogdogwalk mit Nina (Frau Mensch rechts) und Frida (Hündin)

Ich habe auch einen Hund, einen uralten Rauhaardackel. Wir wohnen in einem Vorort Lingens. Nina erzählt mir, dass es ganz gut geht mit dem Hund mitten in der Stadt. Wie zum Beweis stürzt sich Frida, der fünfjährige ungestüme Labrador-Dalmatiner-Mix, an diesem sommerlich warmen Frühlingstag auf den vor dem Bekleidungsgeschäft „Biotex – das besondere Lädchen“ aufgestellten Wassernapf und schlürft ihn leer. Nicht nur hier in der Burgstraße, auch an anderen Orten haben die Lingener Kaufleute ein Herz für Hunde.

Lingener Kaufleute mit Herz für Hunde stellen Wassernäpfe vor ihre Ladenlokale.

Allerlei tierische Dienstleistungen in Lingen

Es gibt in Lingen allerlei Dienstleistungen rund um den Hund. Bevor es mit Frida, Nina und mir weitergeht, ein kleiner Exkurs:

Dana Weiner zum Beispiel ist Hundefrisörin. Hier auf dem Bild seht ihr meinen Dackel – damals noch nicht ganz so alt, den Frau Weiner gerade „in der Mangel hat“. Im Sommer hat er es gern leicht und luftig. Dafür sorgt Frau Weiner in ihrem Hundesalon. Mir fällt dabei gerade ein: Es wird mal wieder Zeit, der Frühling kommt doch recht warm daher. Ich mache gleich mal einen Termin im Pico-Bello Hundesalon Lingen-Biene.

Der Dackel bekommt seine Sommerfrisur von Dana Weiner.

Ein ganz wichtiges Thema für alle Hundehalter ist die Gesundheit! Meine erste Anlaufstelle ist Dr. Ruth Paproth. Die Veterinärmedizinerin und ich haben uns mittlerweile angefreundet. Kein Wunder, so oft wie ich mit dem Alterchen losmuss. Medizinisch bestens betreut ist mein Uralt-Dackel bei ihrer Kleintierpraxis in Altenlingen

Dr. Ruth Paproth liebt alle Tiere. Ihre eigenen beiden Hunde hat sie immer mit in der Praxis; hier umringen sie gerade meinen Dackel.

Manchmal denke ich, auch alternative Heilmöglichkeiten könnten nützlich sein. Dann ist die Tierheilpraktikerin Bettina Kramer aus der Gauerbachsiedlung meine Ansprechpartnerin des Vertrauens. Ich kann mich erinnern, dass der Dackel mal Magen-Darm hatte und… naja, Genaueres wollt ihr gar nicht wissen. Jedenfalls: Frau Kramer konnte helfen. Auch für Vierbeiner gilt: Du bist, was du frisst. Davon ist Bettina Kramer als zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde überzeugt und legt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das, was in den Napf kommt. Und das Schönste: Sie kommt ins Haus.

Tierheilpraktikerin Bettina Kramer sieht sich als Partnerin von Tier und Mensch.

„Ich hab Rücken“ – wenn Hunde sprechen könnten, wäre das garantiert genau wie beim Menschen eine der am meisten gestellten Eigendiagnosen. Hat der Hund Rücken, muss er zu Ella Koetsenruijter-Fritz. Da gibt es dann die schöne Massage! Und wer nicht nur Rücken, sondern vor allem „Bein“ hat, der kann im einzigen Hundeunterwasserlaufband weit und breit auf sanfte Art die Muskulatur kräftigen.

Ella Koetsenruijter-Fritz trainiert Sams Muskeln im einzigen Hundeunterwasserlaufband Lingens.

Auch bei bester gesundheitlicher Pflege und noch so viel von Herrchens und Frauchens Liebe: Wir alle wissen, dass wir unseren Vierbeiner aller Wahrscheinlichkeit nach überleben werden. Wer mag schon daran denken? Aber wenn es so weit ist, ist der Gedanke, dass er es gut gehabt hat, schön. Und auch der Gedanke, dass der Hund würdig bestattet wird, mag trösten. Dabei hilft die Argos Tierbestattung. Hubert Overberg und Klaus Pleus aus Lingen-Baccum sorgen dafür, dass der Leichnam des Lieblings eingeäschert und in den benachbarten Niederlanden beigesetzt wird. Alternativ kann man die Asche auch in einer Urne mit heimnehmen.

Die Tierbestatter Hubert Overberg (links) und Klaus Pleus sorgen dafür, dass geliebte Haustiere ihre letzte Ruhe würdig begehen können.

Zurück zum Mädelstag

Wir wollen jetzt aber zurück ins Leben! Daher begleiten wir Frida und Nina ins irdische Hundeparadies: in den Zoofachmarkt! Der Sabber läuft schon, und Frida ist kaum von der Eingangstür vom Klukkert Zoo & Co. Fachmarkt in Damaschke wegzukriegen, denn dort steht ein Napf randvoll mit Hundefutter.

Einmal satt essen, bevor es losgeht!

Unser Ziel heute ist aber ein anderes. Wir möchten Frida in Lingens einziger Hundewaschanlage reinigen. Marktleiter Franz Berning erklärt uns, wie das funktioniert und macht uns Mut: „Das ist ganz einfach!“. Ich lege Nina eine der bereithängenden Plastikschürzen um, denn es ist ja nicht Nina, die gewaschen werden soll, sondern Frida. Die erste Schwierigkeit ist, Frida die Rampe hochzulocken. Bei erster Gelegenheit läuft sie weg und einmal quer durch den Laden.

Aber mit den bereitgelegten Leckerlis betritt Frida schließlich bereitwillig die Rampe. Auf die richtige Motivation kommt es eben an! Nina wirft die erste Münze, die wir von Franz Berning bekommen haben, in den Schlitz. Das Waschprogramm startet. Sehr zu Fridas Schrecken, denn obschon ihr der Apparat nicht geheuer war, mit einer Brause hat sie dann doch nicht gerechnet. Nina kennt keine Gnade, schließlich wollen wir nachher noch ausgehen. Nachdem Frida vollständig nass gemacht worden ist, schaltet Frauchen auf den Shampoomodus um. Das müsste man zuhause auch haben: Das Shampoo kommt direkt mit aus dem Schlauch.

Danach kommt der Pfotenmodus: Wasser mit spezieller Pfotenpflege für Madame! Der letzte Waschgang ist die Glanzpflege. Ninas Enthusiasmus kennt keine Grenzen: „Guck mal, wie die jetzt glänzt!“ Bei der letzten Prozedur wird Frida noch einmal Angst und Bange: Der Fön! Es gibt den Sensitiv- oder den Intensivmodus. Bei Fridas kurzem, glattem Fell reicht das sensitive Blasrohr.

Jetzt ist es aber auch genug! Frida darf endlich die Rampe herunter. Es liegen ausreichend Handtücher aus, um sie noch einmal gründlich abzurubbeln, und zur Belohnung gibt es haufenweise Leckerlis. Aber Halt! Nina möchte ihr Schmuckstück auch noch mit der Hundebürste bearbeiten. Nachdem auch das geschafft ist, kaufen wir noch einen ganzen Korb voller Leckerlis für zuhause, natürlich auch für meinen Rauhaardackel.

 

Einkehr und Feierabend

Unsere letzte Station für heute ist der Grüne Jäger im Lingener Ortsteil Darme. Nein, wir wollen nicht mit Frida auf die Jagd gehen, aber wir sind jetzt alle erschöpft und haben uns eine Einkehr verdient. Auf der Terrasse direkt am Dortmund-Ems-Kanal setzen wir drei Mädels uns hin und bestellen Getränke und Speisen für uns Menschen. Für Frida hole ich den auf der Veranda bereitgestellten Wassernapf. Eine Mahlzeit braucht sie definitiv nicht, denn sie ist ohnehin schon bis zur Halsbandgrenze mit Leckerlis vollgestopft. Dass ich ihr hin und wieder etwas unter dem Tisch zustecke, braucht Frauchen ja nicht mitzubekommen.

In der Ausflugsgaststätte Grüner Jäger sind Hunde überall willkommen, ob draußen oder drinnen.

Ein phantastischer Tag geht für uns sauber, satt und selig zuhause auf dem Sofa zuende. Und ihr wisst ja: Schlafende Hunde soll man nicht aufwecken!

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