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Let’s go Golf – Von Pitchen, Chippen, Putten und mehr!

Autor: Lorina

Heute soll der bislang wärmste Tag des Jahres werden – da habe ich mir unwissentlich einen perfekten Termin für meine heutige Verabredung ausgesucht. Ich werde heute Frank Wiegand vom Sport- und Golfresort Gut Wissmannshof treffen. Der Golfplatz und das angeschlossene Resort liegen knapp 20 Fahrminuten von der Hann. Mündener Altstadt entfernt.

Von Driving Range bis Putting Green: Alles was das Golferherz begehrt (c) Giel

Gleich zu Beginn unseres Treffens gewinnt Frank Wiegand meine Sympathie, denn nur wenige Augenblicke nach unserem Kennenlernen fährt er mit einem Golfcart aus der Garage des ehemaligen Gutsgebäudes. Dann heißt es: „Alles einsteigen, bitte!“ und wir starten zu einer kleinen Spritztour über das weitläufige Gelände. Ich bin heute zum ersten Mal auf einem Golfplatz und, abgesehen vom Minigolf, wobei ich mich meistens eher schlecht als recht schlage, sind auch meine Berührungspunkte mit dem Thema „Golf“ bislang überschaubar. Daher lausche ich den Ausführungen von Frank Wiegand mit großen Ohren (und lerne sogar ganz neue Begriffe – wie zum Beispiel Driving Range und Fairway), während er das Golfcart über den hügeligen Platz steuert. Gut Wissmannshof wurde bereits im 19. Jahrhundert errichtet, im Jahr 1912 besuchte sogar Kaiser Wilhelm II. das Gut. 1997 wurde hier ein 18 Loch-Meisterschaftsplatz eröffnet, der 87 Hektar umfasst. Zum 20-jährigen Jubiläum in diesem Jahr gibt es einiges Neues, aber dazu später mehr.

Bitte einsteigen: Das Golf-Cart steht bereit! (c) Giel

Frank Wiegand stoppt das schnuckelige weiße Gefährt, um mir die Stelle mit der besten Aussicht zu zeigen. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick bis auf die hessische Stadt Kassel. In den Teichanlagen, die zum Teil auch als Wasserhindernisse beim Spiel dienen, drehen Störe, Graskarpfen und Forellen ihre Kreise. Aktuell sind 18 Löcher im Betrieb, geplant ist aber der Ausbau zu einer 27-Loch-Meisterschaftsanlage. Zusätzlich entsteht ein 9-Loch Akademiekurs. Ein schonendes Ressourcenmanagement hat hier übrigens einen hohen Stellenwert, in unterirdischen Reservoirs wird überschüssiges Wasser gespeichert und dem Kreislauf wieder zugeführt. Auch übernachtet werden kann auf dem Gelände – in drei Rundhäusern, die optisch an Silos zur Kornlagerung erinnern.

Golf mit Aussicht (c) Giel

Grün, soweit das Auge blickt (c) Giel

Idyllische Atmosphäre (c) Giel

Nächster Stopp ist der Rohbau, in dem auf drei Stockwerken schon bald eine der modernsten Driving Ranges Europas eröffnet werden soll. Um die 100.000 Golfbälle werden dann hier im Umlauf sein. Die Driving Range kann aber noch mehr – auch an weiteren Sportarten, wie etwa dem Tontaubenschießen, sollen sich Mitglieder und Gäste mit Hilfe eines Simulators ausprobieren können. Auf 800 m² soll auch ein neuer Gastronomiebereich entstehen. Auch 17 neue Gästezimmer werden in Kürze bezugsbereit sein. Head-Greenkeeper Brian Willet begleitet den Bau und ist für die Pflege der Anlage verantwortlich.

Besonders elitär ist und möchte der Golfclub nicht sein, vielmehr ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Das Gelände soll an umliegende Rad- und Wanderwege angeschlossen werden. Auch Golf-Frischlinge sind hier willkommen. Golflehrer Nigel Elder bietet Schnupper-, Einsteiger- und Platzreifekurse an. Auch Einzelstunden sind selbstverständlich möglich. Für junge Besucher und Familien ist vor auch das Adventure-Golf-Gelände ein Highlight. Hierbei handelt es sich um eine Abwandlung des Mini-Golfs. Gespielt wird auf 18 begrünten Bahnen. 9 davon sind von berühmten Golflöchern inspiriert, die anderen 9 wurden im Dschungel-Design gestaltet.

Das angeschlossene Restaurant lockt Golfer, alle diejenigen, die es noch werden wollen und Gäste mit gehobener deutscher Küche. Küchenchef Jürgen Richter kochte bereits in zwei Restaurants, die einen Michelin-Stern erhielten. Im Herbst 2016 hat Richter den Sprung über die niedersächsische Grenze gewagt. Noch im Juni soll das Restaurant im gerade entstehenden Gebäudekomplex einen neuen Standort bekommen – mit Panoramaaussicht, Kamin-Lounge und Platz für bis zu 230 Gäste. Hier wollen Jürgen Richter und Restaurantleiterin Ursula Miller ihre Gäste mit kulinarischen Überraschungen verwöhnen.

Gut gelaunt: Küchenchef Jürgen Richter, Restaurantchefin Ursula Miller und Golfsbetriebswirt Frank Wiegand (c) Giel

Freitags und samstags wird ein kreatives Drei-Gang-Menü inklusive einer Flasche Wein für 2 Personen für 65,- Euro angeboten. Zur internationalen Kunstausstellung documenta, die zwischen Juni und September im nahe gelegenen Kassel stattfindet, serviert Richter an jedem der 100 Ausstellungstage jeweils ein anderes Hauptgericht. Mit flexiblen Raumteilungsmöglichkeiten wird das Restaurant auch eine geeignete Location für Tagungen, Seminare und zum Beispiel Hochzeiten sein. Im alten Gutsgebäude soll zukünftig sogar ein Stadesamt entstehen.

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