Insider-Tipps für Reisen und Ausflüge in Niedersachsen

Süß, bunt und kreativ! Weibliche Lebensträume aus Oldenburg

Autor: Bettina

Kulinarisch ist Oldenburg eigentlich für Grünkohl bekannt. Den gibt es aber nur von November bis März. Also habe ich mich gefragt, was Oldenburg eigentlich im Sommer so kulinarisch bieten kann? Da Oldenburg eine wundervolle Innenstadt hat und ich zu den glücklichen Menschen gehöre, die ihren Arbeitsplatz direkt in der Innenstadt haben, nutze ich meine Mittagspausen oft für einen Spaziergang. Dabei ist mir aufgefallen, dass es viele „märchenhafte“ Läden und Cafés gibt, die so ganz anders sind als all die üblichen Cafés oder Süßigkeiten Läden, die ich bisher kennengelernt hatte. Und als ich mir einige der Angebote näher ansah, ist mir aufgefallen, dass hinter all diesen Konzepten Frauen stecken, die Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Also habe ich mir einige der Angebote mal näher angeschaut.

Lakritzlädchen Süßholz in der Oldenburger Innenstadt gegenüber dem alten Rathaus.

Lakritzlädchen Süßholz in der Oldenburger Innenstadt gegenüber dem alten Rathaus.


Schwarze Leckerei am alten Rathaus:
Kaum vorstellbar, aber auf nur 12 m² direkt gegenüber vom alten Rathaus hat Josephine Beier sich ein Lakritz-Paradies geschaffen. Wenn man den Laden betritt, wird man nicht nur nett begrüßt, sondern man riecht auch sofort diesen wundervollen Duft. Süßholz nennt sie ihren Laden. Josephine erzählt mir, dass sie waschechte Oldenburgerin ist und solange sie denken, kann eine Leidenschaft hat – Lakritz in allen Variationen. Eigentlich ist sie Krankenschwester, aber in Oldenburg und der Umgebung habe sie vorher nirgends besonderen Lakritz bekommen, erzählt mir die sympathische Ladeninhaberin, die deswegen ihr Geschäft seit 2012 betreibt. Und weil sie salzige Lakritz liebt, bietet sie internationale Lakritz-Spezialitäten, insbesondere auch aus Skandinavien. Dort und in den Niederlanden ist der Genuss stark verbreitet, erzählt sie. In Oldenburg hat sie über 100 Sorten Lakritz im Angebot. Man kann seiner Sammelleidenschaft nachgehen und sich selber bedienen oder auch eine von Josephine zusammengestellte Mischung erwerben. Ihre Empfehlung ist natürlich der Schweden-Mix 😉

Eingang Lakritzlädchen Süßholz in der Oldenburger Innenstadt.

Schon im Eingang duftet es nach Lakritz.


Shabby Chic im Herzen der Stadt:
Für mich öffnete sich ein kleiner, aber feiner Rückzugsort, als ich eintrete. Österreichische Kaffeehauskultur, Teespezialitäten und vor allem leckerer selbst gebackener Kuchen – das Kaffee Hamburg ist nicht nur kulinarisch betrachtet süß. Inhaberin Susann Hein hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Gäste wirklich entspannen können. Vor genau drei Jahren gründete sie das kleine Café in historischer Umgebung vom Degodehaus, dem alten Rathaus und der St. Lamberti-Kirche. Auch hier hat sich Susann Hein einen Lebenstraum erfüllt im „Shabby Chic-Stil“. Klein, irgendwie privat und urgemütlich finde ich und mir fällt auf – Kein Platz, alles besetzt! – wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vorher reservieren, denn besonders an den Wochenenden sind die Plätze schnell besetzt. Aber kommen wir zum Eigentlichen: Hausgemachten Kuchen, keine laute Musik, sondern typische mit einem Café verbundenen Geräusche und ein süßes Wunschschwein, an dem ich natürlich auch einen Knopf angeklebt habe!

Das Kaffee Hamburg in der Oldenburger Innenstadt.

Das Kaffee Hamburg in der Oldenburger Innenstadt.

Das Wunsschwein im Kaffee Hamburg in Oldenburg.

Das Wunschschwein im Kaffee Hamburg in Oldenburg. Bloggerin Bettina hat auch einen Knopf geklebt ;-)!


Kleine Glücklichmacher:
“Hier drücken sich bestimmt schon mal kleine Mädchen die Nase an den Fenstern platt, denke ich mir als ich vor dem zauberhaften Laden mit den liebevoll dekorierten Schaufenstern stehe: Alles ist voller buntem und leckerem Süßkram und das Café erst – es sieht irgendwie aus wie in einem Puppencafé, viel Rosa und Schnörkel. Folgt mir auf meiner kleinen Reise ins farbenfrohe Cupcake-Paradies in der Gaststraße. Mit viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Herzblut erfüllen Petra Weiss und ihre Mitarbeiterinnen alle noch so speziellen Kundenwünsche in Form von Cupcakes, Popcakes, Giantcakes, Minicakes, französische Macarons oder Torten. Aber auch bei den Sorten bleibt kein Wunsch offen. Das tagesfrische Angebot steht immer auf der großen Tageskarte an der Wand. „Es gibt täglich wechselnde Sorten, meistens 8 verschiedene je nach Saison. Jetzt haben wir was mit Zitrone. Ganz viele Besucher lieben auch unsere hausgemachte Limonade oder unser süßes Frühstück mit Curds, eine besondere englische Marmelade“, erzählt mir Verkäuferin Svenja Denker. Wer Lust auf die Cup Cakes bekommen hat, kann montags bis samstags zwischen 9.30 und 18 Uhr und sonntags zwischen 13 und 18 Uhr das Little Luckies besuchen. Und wer sich nicht entscheiden kann, sollte unbedingt auch eine heiße Schokolade am Stil probieren – sehr zu empfehlen.

Verkäuferin Svenja Denker im Little Luckies in Oldenburg.

Verkäuferin Svenja Denker im Little Luckies in Oldenburg.

Bloggerin Bettina probiert einen leckeren Cupcake von Littel Luckies in Oldenburg.

Es gibt einiges zu probieren in Oldenburg: Die Cupcakes im Little Luckies machen wirklich glücklich :-)!


Klassizistischer Abschluss:
Wer ins 19.Jahrhundert und in die Zeit des Klassizismus eintauchen möchte, dem kann ich eines meiner Lieblingscafés empfehlen – besucht dafür das Dobbenviertel hinter dem Staatstheater. In einer alten Villa befindet sich das Kaffeehaus Lindenallee. Mit Liebe zum Detail findet sich hier eine Wohlfühl- und Wohnzimmeratmosphäre. Bei meinem heutigen Besuch entschied ich mich für den Holunder-Mascarpone-Traum. KÖSTLICH! „Erwähnenswert ist, dass wir keinerlei Fertigprodukte nutzen, sondern noch wie zu Hause backen. Manche Gäste sagen, unsere Schokoladentarte würde 1000 Mal besser als jede Wiener Schokoladentarte schmecken. Für unsere Schokoladen-Himbeer-Torte reisen viele sogar extra an und es kommen Teetrinker, die ausschließlich bei uns mal eine Ausnahme machen und ein Kännchen unseres fair gehandelten Kaffees trinken“, berichtet mir Nadine van Freeden-Hahn, Inhaberin und übrigens auch eine Frau. Und noch ein Tipp: Es gibt auch immer etwas für Vegetarier und Veganer!

Kaffeehaus Lindenallee im Oldenburger Dobbenviertel.

Kaffeehaus Lindenallee im Oldenburger Dobbenviertel. (c) Mario Dirks.

Gedeckter Tisch im Kaffeehaus Lindenallee.

Im Kaffeehaus Lindenallee kann man sich wirklich sehr wohfühlen. (c) Simone Ahlers

4 Kommentare

  1. Das klingt sehr verführerisch, liebe Bettina. Ich glaube, ich muss dringend mal wieder nach Oldenburg…

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  2. Ganz toller Artikel und ich kann bestätigen, was von Bettina geschrieben wurde. Das Lakritz Lädchen muss man gesehen haben, die Süßigkeiten schmecken nur lecker und im Kaffee Hamburg war ich auch.

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  3. Ich bin Samstag noch zum Frühstücken im Kaffee Hamburg gewesen und es war wie immer traumhaft, urgemütlich und total lecker. Nicht nur das Frühstück, auch die leckeren Kuchen und warmen Speisen. Und das Personal ist supernett und man merkt, dass ganz viel Liebe drin steckt.

    Das Lakritz-Lädchen ist sehr niedlich und das Lakritz auch sehr zu empfehlen.

    Das Kaffeehaus ist leider nicht direkt in der Stadt aber auch nicht sehr weit weg. Ideal als Ausgangspunkt einer Fahrradtour oder einfach nur zum Abschalten an einem Wochenende. Wie schon erwähnt, fühlt man sich auch hier in einem großen Wohnzimmer und einfach nur pudelwohl. 🙂 Alles auch sehr lecker und mit Liebe gemacht. 🙂 Nur zu empfehlen.

    Ich liebe diese ganzen kleinen außergewöhnlichen Cafés in Ol. 🙂

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  4. Wir haben am Samstag eine Sportveranstaltung in Oldenburg besucht und waren ganz dankbar über die Tipps mit den Cafés. Wir haben uns für das Kaffeehaus Lindenallee entschieden. Schon gleich beim Reinkommen haben wir uns ausgesprochen wohl gefühlt und die tolle Atmosphäre und die liebevolle Einrichtung sehr genossen. Ein echtes Wohlfühlerlebnis.
    Die Schokoladentarte war übrigens ausgezeichnet!!!

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