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Der Zoo in Hannover – ein Erlebnis für sich

Autor: Frank

Wir hatten uns kürzlich mit Freunden in Hannover verabredet. Und irgendjemand hatte die Idee, in den Zoo zu gehen. Ich war ja, ehrlich gesagt, zunächst ein wenig skeptisch. Zoo – ist das eigentlich etwas für mich…? Andererseits, wann war ich überhaupt das letzte Mal in einem Zoo gewesen? Ist ja mal etwas ganz anderes. Und so war es auch.

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Schon klar, dass der König der Tiere auch hier alles im Blick hat. Alle Fotos © Frank Tinnemeyer

Gleich vorweg gesagt: der Zoo in Hannover ist nicht irgendein Zoo. Er hat sich – und das wusste ich vorher nicht – als erster Zoo bundesweit konsequent von der Käfighaltung verabschiedet und gilt als einer der schönsten in Europa. Und tatsächlich, meine anfängliche Skepsis war schon nach den ersten Minuten wie weggeblasen und wich einer Begeisterung für die wunderbar angelegte Zoolandschaft – die bis zum Schluss blieb. Zudem hatten wir an diesem Tag unglaublich viel Glück mit dem Wetter, wir hatten einen herrlichen Herbsttag ausgewählt.

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Das Beste am Erlebnis-Zoo Hannover ist aus meiner Sicht, dass man überhaupt gar nicht erst den Eindruck bekommt, man läuft von Gehege zu Gehege, sondern vielmehr spaziert man quasi durch einen Park, taucht ein in Themenwelten und Kontinente und ganz nebenbei sieht und erlebt man dazu passende Tiere, die sich offensichtlich auch deshalb pudelwohl fühlen, weil das jeweilige Gelände dem natürlichen Lebensraum der Tiere sehr nahe kommt. Da hat jemand ein tolles Konzept gehabt, und es wurde wunderbar umgesetzt.

Bevor es denn richtig losgehen sollte, wollten wir uns nach unserer Anreise am Anfang zunächst einmal mit einem zweiten Frühstück stärken. Damit waren wir dann aber auch schon gleich mittendrin in unserer Weltreise. Denn schon beim ersten Café, das „Kifaru“, das wir ansteuerten, es liegt am Zoo-eigenen „Sambesi-Fluss“, fühlt man sich in der Tat schon ein Stück weit nach Afrika versetzt, nicht nur weil von nebenan ein Nashorn gleich mit zuschaut.

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Auf dem Weg dorthin, hatten wir schon gesehen, dass man eine Bootsfahrt auf dem Sambesi machen kann. Das war dann auch somit der nächste Programmpunkt für uns. Unterwegs lernten wir noch die Flusspferde kennen und erfuhren, dass sie  – nachdem sie sich im Schlamm gesuhlt haben – gerne im kühlen Wasser dösen und dabei soweit untertauchen, dass nur noch Augen, Nase und Ohren herausgucken – ihr Rezept gegen die Tageshitze. Etwa so…

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Viel, viel, viel niedlicher dagegen die neugierigen Erdmännchen, die uns auf lustige Art und Weise die Zeit beim Warten auf den Einstieg in unser überdachtes Floß verkürzten. Wer verdrehte hier eigentlich wem den Kopf?

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Dann also auf zur Flusskreuzfahrt… Vorbei an den Zebras und Pelikanen. Die hatten wir vorhin schon von weitem gesehen, aber jetzt auf dem Wasser waren wir ganz nah dran.

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Ah, und da kommt jetzt wieder ein Nashorn. So sieht es aus. Noch einmal den Unterschied zum eben gesehenen Flusspferd checken…

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Einfach schön gemacht. Die Bootsfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nun soll es weitergehen. Unser nächstes Ziel ist die dörfliche Idylle „Meyers Hof“. Besonders gefallen uns auf dem Weg dorthin noch das farblich so ungleiche und doch sonst so harmonierendes Paar der Gibbons.

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Auf dem Hof angekommen, kommen uns die dort lebenden Tiere schon alle etwas vertrauter vor. Dennoch sehenswert und sogar etwas romantisch: das gemütliche Miteinander auf dem Bauernhof, wie es früher einmal war. Wir lernen dabei, dass Kühe früher „Allround-Talente“ waren. Sie lieferten nicht nur Milch, sondern waren gleichzeitig Arbeitstiere, die Ackerwagen und Geräte zogen. Pferde galten als Luxus, den sich nur reiche Bauern leisten konnten.

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Gemütlichkeit schien auch angesagt im Gehege der Elefanten: Der indische Dschungelpalast war unsere nächste Station. Während die ausgewachsenen Elefanten im Freilauf-Gehege gemütlich herum trotteten, überraschten uns die jüngeren Tiere mit gelungenen Tanzvorführungen.

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Besonders viel Spaß schienen die Hulman-Affen direkt gegenüber zu haben, die, wie wir lernten, bis zu 10 m weit springen können, sehr wasserscheu sind, in Indien als heilig gelten und zum Drohen gerne mal die Zähne fletschen und, wie ich finde, ein wunderschönes Gehege ihr Eigen nennen dürfen. Sie toben sich nämlich im Palastgarten aus.

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Alle weiteren Tiere und Themen, die uns an diesem schönen Tag im Zoo begegneten, aufzuzählen, würden den Blog sicherlich sprengen. Ein Highlight für uns war dann aber auf jeden Fall noch die Darstellung der kanadischen Wildnis im Yukon Bay.

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Da kam uns die Market Hall des Goldgräber-Städtchens mit den vielen frische Leckereien, die dort in der ehemaligen Fischhalle angeboten werden, gerade recht und wir entschieden uns für einen frischen Burger und hinterher für eine kleine Portion von der handgemachten Eiscreme, die gleich nebenan angeboten wird.

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Auf einer Reise durch die Zeit wurden wir dann anschließend mitgenommen im Stadium Yukon Bay. Trapper mit Rentier-Schlitten, ein Weißkopfseeadler ganz knapp über unsere Köpfe, ein Hippie mit Regenbogenfahnen und natürlich Kegelrobben und Seelöwen sorgen für eine kurzweilige Show vor einem pittoresken Hafenidyll mit bunten Fischerhäusern als Kulisse. Zum Abschluss darf natürlich ein Besuch bei den Eisbären und Pinguinen nicht fehlen.

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Gerne wären wir noch länger geblieben, aber langsam neigte sich der Zootag dem Ende zu. Mein persönliches Fazit fällt absolut positiv aus. Ich habe sehr viel Interessantes über die Tierwelt gelernt und ja, ein Zoobesuch ist auf jeden Fall etwas für mich – vor allem dann, wenn der Zoo so naturnah daher kommt, wie dieser. Für uns war es ein fantastischer Tag dort und bestimmt nicht der letzte Besuch im Erlebnis-Zoo Hannover.

Infos:

Wer mehr wissen will über den Erlebnis-Zoo Hannover findet umfangreiche Informationen unter

www.zoo-hannover.de

 

Öffnungszeiten:

In den Sommermonaten von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr. In den Wintermonaten von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

 

Nicht ganz preiswert:

Der Zoobesuch kostet für Erwachsene 25,- € und für Kinder und Jugendliche (je nach Alter) zwischen 13,50 € und 19,- €. Tipp: In den Wintermonaten von November bis Mitte März ist der Eintritt etwas günstiger. In den Sommermonaten gibt es für den Kurzbesuch am späten Nachmittag innerhalb der Woche Feierabendtickets. Für Dauerbesucher gibt es Jahreskarten.

 

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